Technische Rezension, da ber den Inhalt nicht viel zu sagen ist

Steve Beck und dem Produktionsdesign: Diesen beiden Faktoren war es zu verdanken, dass das Remake von „13 Geister “ kein hoffnungsloser Schrott wurde. Der fr here ILM-Effekte-Spezialist nimmt sich mit „Ghost Ship “ einer weiteren hausbackenen Horrorstory an: Abenteurer bekommen verlockendes Angebot, machen sich auf den Weg und tappen in eine mysteriöse und tödliche Falle – hundert Mal durchgespielt, dieses Szenario. Diesmal ist es das Geheimnis der Andrea Graza, eines italienischen Schiffes, das 1962 spurlos verschwand. Die Crew eines Bergungsschiffes merkt erst spät, dass sie nicht halluzinieren und ein wenig Seemannsgarn gesponnen werden darf, sondern schreckliche Dinge an Bord passiert sind, die auch ihnen zusto?en werden. Da fliegt aber auch schon ihr eigener Kahn in die Luft und das Zehn-kleine-Negerlein-Spiel beginnt.

Streng nach den Horror-Regeln wird vorgegangen, und auch die Thrill-Mittel sind etwas zu verbraucht, um noch schrecken zu können: reihenweise zuklappende T ren, ein Blut-Pool – Gähnen kommt auf. Auch der anfängliche Schock ist kein neuer: Leute zu filettieren, sodass sie bei lebendigem Leib in zwei oder mehr Teile zerfallen, ist nicht erst seit „Cube “ oder „Resident Evil “ populär; Selbst Beck hat den Trick bereits bei „13 Ghosts “ an Matthew Lillard angewandt. Trotzdem findet er einen Weg, um das Grauen noch einmal gustiös zu präsentieren. Die Besetzung ist bei diesem Fokus auf die Optik Nebensache, und so spielt sie auch: Gabriel Byrne zum Beispiel holt sich dabei einen weiteren Gagenscheck, ohne gro?artig aufzufallen.
Eine kleine emergency-room-Reunion gibt es durch Julianna Margulies und Ron Eldard ; Sie als Schwester Hathaway hatte in einer der fr hen Staffeln eine Beziehung mit einem Feuerwehr-Sanitäter, den Eldard spielte. Den weitaus besten Eindruck hinterlässt aber die junge Emily Browning, die sich als guter, blasser Geist durch den Film f rchtet.

Zur ck zur Optik: Die wei? der Regisseur streckenweise fein zu nutzen. Vor allem, wenn er sie mit dem Soundtrack verbinden kann, kommt Stimmung auf, egal, aus welcher Periode die Musik stammt. Bei zwei Versuchen gelingt es ihm dabei sogar einmal, einen Song von Mudvayne richtig einzubauen. Fröhlich wandelt der Film auch zwischen den Zeitebenen 1962 und heute, um schlie?lich die Geheimnisse des Schiffs in einem opulenten 2-Minuten-Flashback zu offenbaren. Diese Freude am Feinschliff, die man immer wieder erkennen kann, wiegt den Malus durch die lamentable Genre-Story mehr als auf und macht aus „Ghost Ship “ durchaus unterhaltsamen Mainstream-Horror.

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