Es ist seltsam. Man lie?t eine Buchserie mit ca. 12 Jahren, hält sie damals schon f r grenzgenial und liest sie dann nochmals, mit 21 Jahren und man ist nur noch begeistert davon. Das als kleine Vorwort…

Vorsicht, in diesem Text könnten einige Textelemente vorhanden sein, die dem geneigten Leser die Spannung an der Story nehmen können.

Vor unzähligen Jahrhunderten erschuf der Gott Aldur ein magisches Juwel, nicht grö?er als das Herz eines Kindes, welches mit solch einer unglaublichen Macht beseelt war, das man mit diesem Stein alles vollbringen konnte, was man w nschte. Der Stein, das Auge Aldur genannt, seit jeher das Zeichen des Rivanischen Königs, einem Inselreich im Norden der Westlichen Reiche, wurde jedoch gestohlen und so machen sich der unsterbliche Zauberer Belgarath, dessen Tochter Polgara und der K chenjunge Garion, der nichts von dem Schicksal, das einst auf seinen Schultern lasten wird auf, das Juwel aus den Klauen der Angarakaner zu entrei?en und zur ck nach Riva zu bringen.
Dies ist der Anfang einer unglaublichen Reise durch die Reiche des Westens, voller Abenteuer und Heldentaten. So begegnet Garion und seine Gefährten den Göttern des Westens, Aldur, Issa, Mara und vielen anderen ruhmreichen Gestalten. Begleitet werden sie von dem Chereker Barack, dem Dieb und Spion Silk, dem ehrlichen Schmied Durik, sowie Mandorallen, einem Ritter aus den Arendischen Reichen. Auf ihrem Weg schlie?t sich ihnen noch der Fanatiker und Seher Relg an, sowie der Bogensch tze Lelldorin und die kaiserliche Prinzessin Ce’Nedra aus Tolnedra.
Keiner der Gefährten, au?er Belgarath und Polgara wissen, das sie Teil eines ganzen sind, Figuren in einem Spiel von zwei Möglichkeiten, Prophezeiungen, die der finalen Begegnung entgegenstreben um aus Zweien wieder Eins zu machen.
Auf ihrem Weg erfährt Garion viel ber sich und sein Schicksal, lernt die magische Kraft in sich zu kontrollieren und erringt schlie?lich zusammen mit den Gefährten das Auge Aldurs aus den Händen der Murgos, den Erzfeinden des Westens, einer Rasse, die dem Finsteren Gott Torak anhängt, welcher vor mehreren Tausend Jahren das Auge benutzte um die Welt zu spalten, worauf hin das Auge ihm die linke Gesichtshälfte verbrannte.
Garion erlangt schlie?lich den Titel des Rivanischen Königs, ein altes Geburtsrecht und wird zum Träger und H ter des Auges.
So entbrennt auch ein Krieg zwischen den Reichen des Westens und denen der Angarakaner, welche sich in den Ebenen von Thull Mardu entscheidet, als die Heere der Algarier, der Chereker, der Drasnier und der Tolnedrer und Arendier sowie der Rivaner auf ein bermächtiges Heer der Murgus und Malloreaner treffen.
Zeitgleich treffen auch Garion, Belgarath und Silk, welche sich zuvor heimlich auf den Weg nach Mallorea gemacht haben um nichtunzählige Menschenleben in einem Krieg zu opfern, in der Stadt Misrhak ak Thull auf den Gott Torak und der entscheidende Kampf um das Schicksal des Westens nimmt seinen Lauf…

Zugegeben, es klingt wie ein typisches Fantasy Buch… Und das ist es auch. Hier finden sich alle Elemente wieder, die man Suchen mag um unzählige Stunden damit zu verbringen, sich in einer wundervollen Welt einzuleben die vor Magie, Abenteuer und Helden nur so zu strotzen scheint.
Vermischt mit dem Unbeschreiblichen Humor von David Eddings, der einem jeden Leser wohl auf jeder Seite ein breites Grinsen bis hin zu einem hilflosen, vergn gten Kichern bescheren vermag, ist diese Saga wohl eine der besten Fantasy Sagas die ich je gelesen habe.
Die einzelnen Charaktere sind derma?en fein Ausgearbeitet und liebevoll Gestaltet das man einen lieb gewinnt und mit den Helden mitfiebert und trauert.

Hier noch ein kleiner Auszug aus dem letzen Band. Ein Dialog zwischen dem König von Algarien, und dem König der Arendier, einem… nun ja, zwar unglaublich Tapferen aber deswegen nicht sonderlich Hellem Volk, inmitten der Schlacht zwischen den Armeen des Westens und dem Osten…

„Ich w rde sie noch etwas näher kommen lassen“, sagte Cho-Hag mit seiner leisen Stimme, während er mit Korodullin das Meer von Murgos beobachtete, das sich den Reihen der drasnischen Lanzenträger und tolnedrischen Legionären näherte.
„Seit Ihr Euch Eurer Strategie gewiss, Cho-Hag?“, fragte der junge arendische König. „Von jeher war es Brauch der Ritter von Mimbre, sich einem Angriff frontal zu stellen. Euer Vorschlag, die Flanken anzugreifen, verwirrt mich.“
„Dabei werden mehr Murgos umkommen, Korodullin“, antwortete Cho-Hag, seine schwachen Beine in den Steigb geln bewegend. „Wenn deine Ritter beide Flanken angreifen, wirst du ganze Regimenter des Feines von dem Haupttrupp abschneiden. Dann kann die Infanterie sie bernehmen.“
„Es ist ein seltsames Gef hl f r mich, mit Fu?truppen gemeinsam vorzugehen“, gestand Korodullin.
„Du bist damit nicht alleine, mein Freund“, sagte Cho-Hag. „F r mich ist es genauso fremd, wie f r dich. Aber es wäre doch nicht gerecht, wenn wir den Fu?truppen nicht wenigstens ein paar Murgos berlie?en, nicht wahr? Sie haben schlie?lich einen langen Marsch hinter sich.“
Der König von Arendien dachte ernsthaft dar ber nach. Ihm fehlte offensichtlich jeder Sinn f r Humor. „Das hatte ich nicht bedacht“, gab er zu. „Es wäre äu?erst selbsts chtig von uns, ihnen einen Teil der Schlacht abzusprechen, wie ich gestehen muss. Was glaubt Ihr, wie viele Murgos ihr gerechter Anteil wären?“
„Ach, ich wei? nicht“, erwiderte Cho-Hag mit unbewegtem Gesicht. „Ein paar tausend oder so, denke ich. Wir wollen nicht geizig erscheinen. aber wir m ssen auf der anderen Seite auch nicht bertrieben gro?z gig sein.
Korodullin seufzte, „Eine schwierige Gratwanderung, König Cho-Hag – diese feine Trennlinie zwischen Geiz und Verschwendung.“
„Ein Preis, den man f r seine Stellung als König zahlen muss, Korodullin.“
„Sehr wahr, Cho-Hag, sehr wahr.“ Der junge König von Arendien seufzte wieder und konzentrierte sich ganz auf das Problem, wie viele der herannahenden Murgos er wohl verschenken konnte. „Glaubt Ihr, dass zwei Murgos pro Kopf jene, die zu Fu? kämpfen, zufrieden stellen werden?“ fragte er zögernd.
„Das erscheint mir gerecht.“
Darauf lächelte Korodullin erleichtert. „Dann ist das die Menge, die wir ihnen zugestehen wollen“, erklärte er. „Ich habe noch nie Murgos verteilt, aber es ist doch bei weitem nicht so schwierig, wie ich bef rchtet hatte.“
König Cho-Hag begann zu lachen…

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