Ich wei?, eigentlich nutze ich „Web 2.0“ schon, indem ich dieses Blog hier schreibe, aber der Begriff „Web 2.0“, der in der letzten Zeit zu einem beliebten Marketing Schlagwort geworden ist, ist ziemlich unscharf definiert.
Kurz umschrieben ist Web 2.0 eine Reihe interaktiver Techniken und Dienste des Internets, bzw. eine veränderte Wahrnehmung selbiges. Inhalte werden nicht mehr durch wenige Anbieter ins WWW eingetragen, vielmehr bernimmt der User selbst die Aufgabe Inhalte bereit zu stellen und diese durch soziale Netzwerke zu verbreiten. Einige Beispiele daf r sind Wikis, Blogs, diverse Share Portale f r Fotos, Videos, etc.

Aus technischer Sicht beschreibt „Web 2.0“ oft eine Kombination der bereits in den Neunzigern entwickelte Techniken, die jetzt allerdings durch die flächendeckenden Breitbandanbindungen gro?flächig verf gbar sind. Anwendungen, die „Web 2.0“ entsprechen sind: Ajax (Asynchronous Javascript and XML), Web-Service APIs und auch Abonnement-Dienste wie RSS.

Hintergrund:

Zu Beginn bestand das WWW vor allem aus statischen HTML Seiten die selten berarbeitet wurden bzw. in grö?eren Zeiträumen ausgetauscht wurden. Um Seiten effektiv bearbeiten zu können wurden später sogenannte Content-Management-Systeme (CMS) entwickelt, die es mehreren Benutzern (Redakteure) erlaubten die Seiten zu aktualisierten. Die Inhalte werden hier dynamisch aus Datenbanken (oder XML oder beliebig anderen Flat-Dateien) generiert und reagieren meist auf die Eingaben des Users.
Dies ermöglichte es bis ca. 2005 wenigen Nutzern des WWWs eigene Inhalte zu erstellen und somit war das Informationsangebot relativ eingeschränkt.
Erst die neuen Techniken scheinen einen Trend geschaffen zu haben. Hier ein paar unreflektierte Ansichten, Stichworte und vermutete Entwicklungsrichtungen:

  • Die Trennung der Netzwerke (lokal / global) schwindet. Immer mehr greifen Programme auf das Internet zu, auch das Internet greift auf das lokale Netzwerk zu. Bsp: Googles Desktop Search Engine.
  • Mehr und mehr finden private Inhalte ihren Weg ins Netz. Die Erstellung und Verwaltung von eigenen Inhalten wird durch unzählige Dienste vereinfacht, es sind keine gro?en EDV Kenntnisse mehr notwendig.
  • Es werden Schnittstellen zwischen den unterschiedlichsten Inhalten angeboten, die den nahtlosen Zugriff zu neuen Diensten ermöglichen.

Man kann diese Begriffe mit dem etwas unscharf bestimmten Schlagwort „Social Network“ / „Social Software“ bezeichnen.

„Web 2.0“ steht noch in den Anfangsphasen, die Kritiker dieses Begriffs, dieser Ideologie diskutieren nach wie vor dar ber, der Nutzer schert sich aber wenig darum und nutzt es mehr und mehr.

F r mich eine der Gefahren von „Web 2.0“ ist sicherlich die Transparenz, die dabei entsteht. Das Konzept des „Gläsernen Menschen“ r ckt immer näher, nur, das nicht eine bergeordnete Organisation daf r verantwortlich ist, vielmehr die Nutzer selbst, die Informationen ber sich Preis geben, die in meinen Augen oft sehr sensibel sind. Vielleicht ist es auch nur ein weiterer Trend, das eigene Innere nach Au?en zu st lpen.

Ein abschlie?endes Wort hab ich leider nicht J

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