Das erste Mal hatte er im Alter von 8 Jahren gemordet… Und hatte Gefallen daran gefunden…

Es war in dem kleinen Lagerraum gewesen, der damals noch seinem Vater gehört hatte, doch das war lange her, seitdem hatte sich seine Lust noch mehr vergrö?ert, war zu einem brennenden Feuer in seinem Inneren geworden. Er wusste nicht, warum dies so war, es lag ihm allerdings auch wenig daran, herauszufinden warum es so war.
Es war so und es war gut so.
Er hatte das kleine Kätzchen hinter dem Haus gefunden, das Bein des kleinen, pelzigen Tieres schien gebrochen, seine klagenden, an leises Kinderweinen gemahnende, Weinen hatte ihn darauf aufmerksam gemacht. Das Bein stand in einem grotesken Winkel von dem zarten, ausgemergelten Körper ab und zuckte hin und wieder hilflos. Er hatte das Kätzchen auf die Arme genommen, hatte den zitternden Körper, der sich eng an ihn schmiegte, mit sanften Bewegungen gestreichelt und war mit dem Tier zur ck in das Haus gegangen, in den Lagerraum.
In seinen Gedanken hatte der Plan schon konkrete Formen angenommen während er das Kätzchen aufgenommen hatte…
Er ging auf den Tisch zu, auf welchem Unmengen an Töpfen, Fässern und Gläsern standen, Dinge, von denen er nicht wusste, wof r man sie verwendete, Dinge, die ihm in ihrer Fremdartigkeit Angst machten, doch heute wusste er, wof r diese Gefä?e geschaffen wurden. Nein, heute w rde er ihnen eine neue Bedeutung geben. Er sp rte wie sich in seiner Hose ein Schwanz zusammenzog, sich seine Eier fest an seinen Unterleib dr ckten und dann das Blut nach unten schoss und die Blutgefässe seines langsam härter werdenden Schwanzes f llte, so das dieser hart und steif wie ein Brett zu sein schien.
Er wusste nicht, was das bedeutete, er wusste nur, dass es ihm gefiel. Auf seltsame, begl ckende Art und Weise gefiel. Er hatte das Gef hl Macht ber Leben und Tot zu haben. Manch ein Philosoph hätte dem Jungen Recht gegeben, hie? es doch, dass der Finale Liebesakt der kleine Bruder des Todes war.
Das ovale Gefä?, das auf einer Werkbank stand schien ihm recht f r seinen Plan zu sein, fast schon perfekt. Das Kätzchen auf seinen Armen maunzte leise und er wandte den Blick von dem Gefä? ab, blickte in die gr nen, schillernden Augen des Tieres und ihm wurde f r einen Augenblick schwindlig. Erneut erklang die Stimme des Kätzchens und sah in weiterhin mit diesem fassungslosen Vertrauen an, welches man von Babys kannte, das von der Mutter an die Brust gehoben wird. Er sch ttelte leicht den Kopf, befreite seine Gedanken von dem Blick des Tieres und ging dann mit entschlossenen Schritten auf das Gefä? zu, das mit einer klaren Fl ssigkeit gef llt war. Ein bitterer, salziger Geruch schwebte ihm entgegen, als er den breiten Verschluss mit einer Hand öffnete.
Ein Gedanke voller Reinheit schwebte durch seinen Kopf, lies alles Denken in den Hintergrund verschwinden, erf llte jeden Bereich seines Gehirns, lies das Gef hl von Watte in seinem Kopf entstehen. Es war das Gef hl des vollkommen Sinnlosen, das reine Gef hl der Zerstörung, das von ihm Besitz ergriffen hatte, doch er konnte diese Gedanken, dieses Gef hl nicht zuordnen, er verstand es nicht. Auch heute noch, mehr als 40 Götterläufe später, erf llte ihn diese klare, kalte Reinheit, wenn er das Lebenslicht eines Menschen auslöschte, nein, wenn er das Lebenslicht eines Lebewesens auslöschte. Ihm kam nicht in den Sinn, das diese Taten, diese Gef hle wider die Zwölfgötter gegebene Ordnung verstie?en, das er einen Frevel an der Göttin des Lebens, TSA, beging. Nein, er genoss es einfach. Er genoss es, wenn sich die Augen seiner Opfer brachen, wenn sie nicht wussten, was ihnen Geschah, wenn sie sich in hilfloser Agonie in seinen Unterarm verkrallten, röchelnd und Blut spuckend, wenn sie langsam zu Boden sanken, noch einmal ausatmend, sterbend…
Das Kätzchen in seinen Armen begann sich zu wehren als ob es sp rte, was er f hlte, was er plante, doch die Finger des Jungen schlossen sich fest um die elastische Nackenhaut des Tieres, seine Fingernägel bohrten sich in dessen Fleisch, so das ein leises, jaulendes Wimmern erklang. Ein kraftloses, schwaches, weinendes Wimmern, voller Angst und Ergebenheit.
Mit einer entschlossenen Bewegung hob er das Tier hoch, betrachtete es noch einmal, das abstehende Bein, die leuchtenden Augen, die zuckenden Ohren, die hektischen Bewegungen des Brustkorbes und steckte dann den sich widerstrebenden Körper in das Gefä? und dr ckte es unter die Oberfläche der Fl ssigkeit. Er vermutete, dass es sich dabei um Salzwasser handelte, mit dem man etwas konservierte… In seiner kindlichen Phantasie glaubte er auch, das er so den Körper aufbewahren konnte… Bis in alle Ewigkeiten. Doch es sollte anders kommen, und sein erstes Opfer w rde im Schlamm der Gassen landen, dort verrotten, wie viele nach ihm, von derselben Hand ermordet.
Nachdem das Tier unter Wasser war, seine Hand brannte an den Stellen, an denen die scharfen Krallen sie aufgerissen hatte und mit der Fl ssigkeit in Ber hrung gekommen war, schlug er schnell den Deckel auf das Gefä? und sah das Tierchen an, das in wilder, panischer Hektik nach einem Ausweg suchte. Es hatte die Augen geschlossen, nur die Gliedma?en zuckten immer hektischer und waren dann mit einemmal still und die Augen öffneten sich langsam und er konnte sehen, wie die Augen langsam brachen und dann leer in die Ferne starten.

Es war einfach… Einfach und Rein…

(Die Geschichte hab ich gestern auf meinem Rechner gefunden, habe ich vor ca. 2 Jahren mal zu schreiben begonnen und im Augenblick hab ich Lust wieder mehr zu schreiben, ich denke, ich habe auch ein grobes Ger st, wie es weiter gehen w rde. Freue mich auf jeden Fall ber Lob Kritik ;))Â

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