Innerhalb wenigere Minuten verdunkelte sich der Himmel, schlagartig zogen Sturmböhen durch die Straßen und wirbelten Staub, Abfälle und Blätter durch die gegend, während die Hitze von einem Augenblick zum Anderen drückender und schwerer wurde.
Gelb, braun, grau und schwarz türmten sich wahre Wolkenwände auf, zogen sich, in Gemahnung an das, was kommen würde, wie die geballte Faust Gottes zusammen und plötzlich öffneten sich die Pforten und das Grauen brach herein.

Der Regen schoss waagrecht durch die Gassen, wurde zu schmerzenden Geschoßen, die, ihnen Entgegengestellt, wie Eiskristalle auf der Haut brannten. Das unheilvolle Krachen von brechendem Holz, das Quitschen der Reifen vorbeifahrender Autos und das entfernte Heulen der Sirenen verwandelte die Wahrnehmung innerhalb weniger Sekunden in ein Chaos an Sinneseindrücken.

Es war gigantisch. Es war beeindruckend. Es war beängstigend.

Immer wieder zeigt sich so klar, so sicher wie sich die Erde um die Sonne dreht, das der Mensch keine Macht gegenüber dem Wetter hat, dieses einfach über ihn hinwegfegt und eine Spur der Verwüstung hinter sich lässt.

In Wien und in Wien Umgebung hat es 3 Totesopfer gefordert.
1 Kranfahrer wurde mit seinem Krank umgeworfen, 2 Autofahrer wurden von Bäumen erschlagen. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, Vermurung und Wasserschäden sind die Bilanz dieses Unwetters.

Nach 20 Minuten war es wieder zu Ende…

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