… ich bin gerade ber ein paar Foren Postings gestolpert, aus meinem alten Rollenspiel Portal. Da hat es schon ein paar tolle Spiele gegeben, die wirklich spannend gewesen sind und einfach einen totalen Spa? gemacht haben.

Man muss sich das ganz so vorstellen, das jemand (ich) ein Posting beginnt, der andere dann darauf reagiert. Jeder geht dabei auf das geschriebene des anderen ein, um einen spannenden Plot zu schaffen. Hier ein Auszug von einem Spiel zwischen mit und CT (einem Freund) …

Es ist Nacht… finsterste Nacht… Die Temperaturen mögen etwas unter Null liegen… Die Luft scheint vor Kälte zu klirren. Doch auch, wenn es Nacht war, war die Sicht klar und uneingeschränkt… Hin und wieder war das Bellen eines Hundes zu vernehmen, das leise Schreien einer Katze oder dem w sten Fluch eines Betrunkenen der gerade aus seiner Taverne nach Hause torkelte… Niemand von diesem Menschen, Tieren schien zu ahnen, was unter ihren F ?en vor sich ging, welche Gefahren dort lauerten… In der Stadt, die ihre Heimat war…

Tief, tief unten in den Kanälen, begleitet von dem einsamen, stetigen Tropfen von Wasser bewegten sich zwei Menschen mit der Präzession von Tänzern durch die Gänge, einander deckend, die Sinne bis auf das Äusserste gespannt… Ihr Ziel war das Zentrum der Kanalisation von Alt Gareth… Und sollten sie dort nichts finden, so w rden sie weiterstreichen, in die Mitte Gareths um dort zu finden, was sie suchten… Wenn sie es berlebten…
Die Frau, zierlich und granziel, mit einem flammenroten Schopf, verborgen unter einer dunklen Kapuze von der Farbe des Erdreiches, in beiden Händen lange Dolche, mit Ru? und schwarzem Fett eingerieben, damit sie im Dunklen nicht eventuelles Licht reflektierten… Der Mann von hochgewachsener Statur, kräftig, ebenfalls in dunkle Kleidung geh llt, in der linken Hand ein langes Schwert, nach der Art der Maraskaner geschmiedet… Wie auch bei der Frau reflektierte die Waffe keinen Funken Licht, schien es mehr noch zu absorbieren… Die Augenlieder der beiden waren mit einer Salbe bestrichen welche es ihnen erlaubte im Dunklen zu sehen, ohne das sie eine Lichtquelle benötigten…

Beide kannten die Gefahr in welcher sie sich hier bewegten, beide wussten von den Mächten die hier herunten herrschten… Doch beide waren vorbereitet… Beide hatten schon des öfteren dem Tod in die Augen gesehen… In welcher Gestalt er sich ihnen auch immer zeigte… Doch bis jetzt waren sie der Wiedergeburt immer einen Schritt voraus gewesen…

So bewegten sich die beiden durch das Dunkel der Kanalisation, auf der Suche nach einem Gegner den sie beide nicht kannten, aber erwarteten…

Die beide dringen in die Finsternis vor zu einem Zeitpunkt, wo die Finsternis blicherweise am Stärksten war, nämlich mitten in der Nacht.
Umgeben von dem Tropfen des Wasser, sto?en sie tiefer vor. Nach einer halben Stunde, und acht entschärften Fallen später, dann der erste ernste Zwischenfall. Die Fallen alleine hätten wohl gereicht, reichlich Bettler und einfache Leute zu töten, die hier unten Schutz suchten, aber nicht diese beiden.
Nun fuhr der Feind offensichtlich schwerere Gesch tze auf. Ratten huschen hinfort, als ein Trupp Kuttenträger gegen sie st rmt. Doch diese Kultisten haben hier die Rechnung ohne den Wirt gemacht, oder besser gesagt, ohne die beiden Spezialisten. Ein kurzes intensives Gefecht und die beiden stehen da, während selbst der letzte fliehende Kultist erledigt wurde.
Die Schreie hallen zwar in der Kanalisation, aber trotzdem scheint es so, als w rde niemand direkt als Verstärkung kommen. Die Durchsuchung der Leichen ergibt auch nicht mehr, als bei den anderen bis auf eine Kleinigkeit. Ein Brief ist bei einem der Kultisten dabei. Gesiegelt mit schwarzem Wachs, ist wieder der schwarze Säbel darauf zu sehen, der schon als Mal bei der Rechtswahrerin zu finden war, was den beiden aber vielleicht gar nicht bekannt ist. So sie den Brief öffnen, finden sie darin eine Nachricht:

Der G ldene mit Dir,
Ich hoffe deine Söldner stehen in Stellung. Die vorgetäuschten Angriffe auf dich sind abgeschlossen. Es wird bald Zeit zuzuschlagen. Es wird die Aufgabe deiner Söldner sein die Schattenklingen auszuradieren. Dannach wird der Bär ber das S dquartier herrschen. Du dort oben, wir hier unten. Sobald dieser Schritt abgeschlossen ist, werden wir gemeinsam uns Alt-Gareth vornehmen. Gareth wird eine Kapitale bleiben, aber es wird die Kapitale seines, unseres Reiches sein. Wenn dein Geld, mit unserer Macht, deine Massen, mit unseren Spezialisten vereint sind, dann haben wir nichts mehr zu bef rchten. Wiege die Schattenklingen in Sicherheit, schmiede Pläne mit ihnen, sorge aber daf r dass du keinen Mann verlierst.

Unterzeichnet ist abermals mit diesem schwarzen Säbel.

Um so näher sie Alt-Gareth kommen, um so öfter tauchen diese merkw rdigen Gänge aus, die auch einen merkw rdigen Geruch absondern, und alle schräg in die Tiefe gehen. Und es scheint, als w rde dort auch das wahre Geheimnis ruhen. Immer wieder sto?en die beiden auf Fallen und bei einer arkanen Falle, die dazu f hrte, dass ein Eisgeschoss sich löste hätte die beiden auch beinahe ihr Leben eingeb ?t, aber Erfahrung, Reflexe und Wagemut, lie?en sie das gerade noch mal berleben. Und die Fallen nehmen immer um die Gänge herum zu, so als w rde dort etwas verborgen liegen, was man finden m ?te.

Und auch hier zeigt sich die Professionalität der beiden Maraskaner wärend sie weiter in die Tiefe schleichen… Hinwei?e, Informationen werden schweigend zur Kentniss genommen und eingesammelt, die Kommunikation der beiden läuft ber reinen Blickkontakt… Oder etwas, das etwaige Beobachter nicht erkennen…

Zwar haben die beiden kleinere Wunden in den Gefechten erlitten, jedoch keinesfalls schwerwiegend so das sie weiter im Vollbesitzt ihrer Kräfte die Kanäle erforschen… Schleichend sind die Schritte, die Salbe f r die Nachtsicht wird jede Stunde erneuert in denen sie sich dort unten befinden, sich immer weiter in die Höhle des Löwen wagen… Ja, sie folgen dem Mishma der Verdammniss wie zwei Bluthunde auf der Spur eines entlaufenen Sklaven… Unaufhaltsam ist ihre Nase auf den Boden gerichtet, die Ohren gespitzt, die Sinne bis zum zerrei?en gespannt…

Hinab, hinab in die Tiefe…

Schauen wir uns eine Festung an irgendeine.
Und jetzt macht Euch klar, was eine Festung ausmacht. Daran hat sich in tausend Jahren nichts geändert.

Erstens: Die Lage
Auf einer Höhe gelegen, von der man die Umgebung so weit das Auge reicht kontrollieren kann.
Zweitens: Die Befestigung
Hohe Mauern, die stark genug sind um einem Frontalangriff standzuhalten.
Drittens: Eine Garnison
Männer, die dazu ausgebildet und bereit sind zu töten.
Viertens: Eine Fahne
Man sagt seinen Männer: ‚Ihr seid Soldaten und dies ist eure Fahne! Niemand nimmt uns unsere Fahne!‘ Und dann hisst man die Fahne so hoch, dass jeder sie sehen kann.

Und dann, dann hat man eine Festung.

Wagemutig betreten die beiden diese merkw rdigen neuen Tunnel. Eine magische Untersuchung zeigt deutlich, dass hier magische Präsenz herrscht, sind doch die Mauern dieses Tunnels von einem schwachen magischem Schimmer umgeben.
Es riecht merkw rdig, vielleicht ein wenig nach Säure, aber der Geruch ist in all den Gestänken der Kanalisation nur schwer einzuordnen.
Sie gehen langsam tiefer, doch plötzlich löst sich ein Feuerstrahl von der Decke, schie?t auf die beiden zu. Nach dem ausgelösten Eisball nun schon die zweite magische Falle. Und diesmal kommt alles ausweichen zu spät. Die zerstörerisches Kraft des feurigen Elementes, schie?t auf sie zu.
Und zerfasert am magischen Schild von Kardajinas Artefakt. F r einen Moment sieht es so aus als ob die Gewalten durchschlagen wollen, doch dann verbla?en die feurigen Schlirren und es ist wieder die Dunkelheit der Kanalisation zu sehen. F r einige Minuten sind die beiden geblendet, da ihre Nachtsicht zusammen mit dem hellen Feuer keine gute Kombination war. Aber da die beiden geschult waren ihre Ohren auch gut einzusetzen, biete die Orientierung nicht so gro?e Schwierigkeiten. Vor allem hören sie niemanden näher kommen.
Nur das Tropfen des Blutes von der Decke. Wasser … es war nat rlich Wasser.
Nachdem sich ihre Augen wieder an die Dunkelheit gewöhnt haben, f hrt ihr Weg tiefer. Tiefer in die Dunkelheit. Sie sind mit Sicherheit mindestens eine Viertelstunde unterwegs, vielleicht sogar noch länger. Immer wieder kommen Kreuzungen mit eben solchen merkw rdigen Gängen. Eine beunruhigende Stille herrscht hier. Nur das Tropfen des Wassers und der Hall der eigenen Schritte. Und immer tiefer f hrt ihr Weg.
Einmal hören sie in der Ferne ein Beben und ein schmatzendes Geräusch, als w rde sich ein Wurm durch Stein fressen. Aber das mag Einbildung sein. Interessanterweise finden sich in diesen neuen Gängen keine Falle. Wer wu?te schon, vielleicht nur noch nicht? Vielleicht wurde an anderen Teilen schon daran gearbeitet und nur hier war man noch nicht dabei und die beiden hatten Gl ck gehabt diesen Weg zu wählen.
und der Gang geht weiter. Eine weitere halbe Stunde ziehen sie in die Finsternis und keiner mag wissen, was einen hier unten erwartet, doch dann sehen sie es.
Der Gang endet und Kardajina muss vermuten, dass sie auf den Weg durch die Gänge in eine Minderglobule gelangt sind, die hier unter der Kanalisation angelegt wurde, oder schon immer war. Hier braute sich wirklich etwas zusammen. Sie kamen in eine gewaltige Kuppelhalle. Gewaltig traf aber nicht das wahre Ausma?. Dies war nicht nur so gro? wie die Kuppel in der Stadt des Lichtes, nein es war grö?er. Vielleicht war man hier auch schon unter der Brache. Die Orientierung war in den langen fremden Gängen, die nicht hierher gehörten verloren gegangen. Aber das Bild, was sich ihnen bot, war gewaltig. Es zeigte, dass hier unten kein einfacher Kult hockte, sondern Gro?es geschah. Vermutlich wurde hier nur ein Werk fortgesetzt, was andere einst begonnen hatten, immerhin war Gareth uralt und was wu?te man schon, was hier in vergangenen Zeiten alles gewesen war. Gewiss gab es noch in den oberen Teilen der Kanalisation Geheimnisse zu erkunden, aber dies hier schien des Tuzakers Kern zu sein, wie man so auf Maraskan sagte.

Diese gewaltige Halle, die das Ausma? eines kleinen Stadtteils hat ist ber und ber mit abflie?ender Bracke aus der Kanalisation bedeckt, doch in ihrem Zentrum erhebt sich ein d sterer Turm, wie ein finsteres Mahnmal. Umschlossen ist dieser Turm, von einer Mauer, die vier Eckpunkte hat. Gebaut aus schwarzem Stein, so sieht es zumindest aus. Vermutlich aber aus Gestein, was man hier unten gefunden hatte. Die Arbeiten waren auch definitiv noch nicht abgeschlossen. Kuttenträger brachten unten Steine heran, die von einem gallertartigen Wesen, dem immer wiede Tentakel wachsen genommen und auf die Mauer gef gt werden. Es mag verwundern, dass man von der Tatigkeit vorher nichts gehört hat, aber Kardajina mag abstrathieren, dass es sich vermutlich um ein Schallmauer handelt, die verhindert, dass das was hier geschieht in die anderen Teile der Kanalisation dringt. Was hier gebaut werden soll, was hier schon steht. Daran besteht kein Zweifel. Das Tor ist geschlossen, die Mauern stehen, auch wenn man sich gerade bem ht sie höher zu bauen. Man ist hier wohl auch tief genug um keinen Angriff von der Decke zu bef rchten. Der Aufwand wäre wohl ohne Dämoneneinsatz zu gross. Erschwerend kommt hinzu, dass sie vermutlich durchaus Abwehrma?nahmen f r einen solchen Fall bedacht haben.
Auf dem Turm im Mittelpunkt, auf diesem höchsten Punkt, prangt eine Flagge. Drumherum stehen Fackeln, wie auch bei den Arbeitern unten Fackeln zu sehen sind. Ein finsteres Fackelheer, was alles dort erhellt. Auf der Flagge ist ein gekr mmter schwarzer Säbel abgebildet. Doch diese Flagge weht unter der anderen Flagge. Dort dr ber weht das finstere Symbol einer Elfe, die sich schon an ganz anderen Orten einen Namen gemacht hat. Pardonas Symbol, gespickt mit den Zeichen ihres Gottes, weht dort in der Finsternis bis in alle Ferne sichtbar. Was hier geschah war nicht wirklich vorstellbar. Es gehörte nicht nach Gareth. Aber die Trollpforte gehörte schon nicht ins Mittelreich, die Heptarchien … Vielleicht war hier tatsächlich nur ein magisches Tor errichtet worden und diese Bildnis befand sich weit und fern von Gareth. Wer konnte das bei diesem Gängegewirr sagen, welches schon nicht hierher gehörte? Vielleicht eine Globule, die unter irgendeinem Gebirge war und zu der nur mit magischer Macht Kontakt aufgenommen wurde. Oder sie waren wirklcih schon unter der Brache. Und war dort nicht alles möglich? Hie? es nicht, dass dort die Sphärenmauer d nn war, in alle Richtungen. Sollten da nicht Leute schon in Feenwelten oder aber in die finstere Abgr nde der Niederhöllen gelangt sein?
Die Fackelprozession arbeitet emsig weiter, während der dunkle Gallertklumpen, der auf die Entfernung eigentlich nur durch seine gewaltigen Tentakel zu lokalisieren ist, mit der Arbeit weiter macht. Man durfte nie vergessen, wie finster es hier war. Aber es gab ja Wesen, die im Dunkeln besser sehen konnten als am Tage.

Hier errichtete der Feind eine Festung.

Die beiden Maraskaner hatten schon viel gesehen, hatten schon viel gemeinsam erlebt… Sie waren gemeinsam durch die pervertierte gr ne Hölle des Maraskanischen Dschungels gewandert auf der Suche nach der sagenhaften Echsenstadt, sie waren durch die Kohm gezogen und hatten auf der Seite der Rebellen gegen die schwarzen Horden g ekämpft… Sie hatten das Leid und die Perversion der Schwarzen Lande erlebt… Die blutige See berquert… Doch das, was sich ihnen hier offenbarte hatten sie noch nie gesehen… Eine Festung des Namenlosen, ein Bollwerk wieder die Ordnung der beiden Zwillinge… Ein Schiefer in der Materiel des Weltendiskusses…

Innerhalb eines Augenblickes waren sich die beiden klar dar ber, was sie tun mussten… Die Nachricht ber diese S nde, ber dieses Machwerk des Bruderlosen musste die Aussenwelt erlangen… Nun, nachdem sie erkannt hatten, worum es hier ging… Die beiden blicken sich einen Augenblick lange an… Schmerz in beider Augen… Ein leichtes Heben der Hände, leicht verschränken sie sich ineinander… Noch einmal die Ber hrung des  geliebten Menschen erfahren… Dann wendet sich Kardajian mit einer schnellen Bewegung um, während die Augen der Frau sich leicht mit Tränen f llen und auch sie sich umwendet und den Weg nach oben läuft, die Gef hle, Augen, Gedanken bei ihrem Geliebten, gebunden durch das Amulett an ihrem Hals, dessen Zwilling sich um Kardajians Hals befestigt findet…

So eilt Kardajian weiter hinein, tiefer in das Bollwerk des Bruderlosen, vor den Augen nur das Gesicht der Geliebten, die Sinne jedoch auf das äusserste gespannt… So huscht er von einem Versteck in das nächste, die Hand immer lose auf den Schwerknauf gelegt, in Gedanken jedes Bild, jeden Sinneseindruck an Deirdre weitergebend, die immer weiter nach eilt, jedoch nach wie vor die bekannte Vorsicht walten lassend, die Routine in ihren Muskeln ersp rend…

Und so bildet sich die Transferstrecke. Astrale Muster werden aktiviert, als die Gedanken der beiden eins werden. Er weiter am Vordringen und sie auf der Flucht.
Doch dies gestaltet sich schwerer als sie dachte. Vielleicht war es nicht allzuschwierig hier hinein zu kommen, aber das herauskommen gestaltet sich schwierig. Auf ihrer hastigen Flucht zur ck in die Kanalisation, bilden sich hinter ihr aus dem Nichts zwei finstere Kuttegestalten. In der Rechten jeweils ein Schwert und in der Linken einen Peitsche. Gewiss hatten sie von diesen Dämonen und Foltermeistern schon mal gehört. Und sie waren hinter ihr her. Finstere Jäger, die verhindern wollten, dass ungeliebte Mitwisser von diesem Ort erfuhren. Und von Herzschlag zu Herzschlag kommen sie näher, auch wenn ihr noch ein langer Weg zur ck bevorsteht.

Auf der anderen Seite dringt Kardajian weiter vor. Finstere Schatten tanzen ber ihn, geworfen durch die Steine und Formen der Festung, erhellt durch die Fackeln auf dem Turm.
Doch auch wenn er näher herankommt und den gewaltigen Steinbruch sieht, wo ein weiteres von diesen gallertartigen Wesen damit beschäftigt scheint gro?e St cke Gestein aus dem Boden zu rei?en. Kuttengestalten, wie sie auch schon oben in Gareth auftauchten bearbeiten dann diese Steine in dem finsteren Dunkel der Höhle. Weitere Fackeln sind hier an verschiedenen Stellen befestigt um den Arbeitern Licht zu spenden.
Doch während er weiter erkundet und sich der finsteren Feste nähert, hört er wieder das Flatternm, wie von einer Fledermaus. Doch nur Momente später sind eilige Schritte zu vernehmen, die in seine Richtung eilen. Ein Kuttenzug mit Fackeln und Schwerter bewaffnet scheint in seine Richtung zu eilen. 6 vielleicht 8 St ck. Aber wie gut w rden sie sein? Wie lange konnte er sich hier ein Gefecht leisten. Und das wo Deidre schon gejagt wurde. Wenn diese sie auch jagten, sanken ihre Chance erheblich und es war fast sicher, dass sie noch andere Möglichkeiten finden w rden. Wenn seine Geliebte Erfolg haben sollte, dann mu?te hier f r ein wenig Ablenkung gesorgt werden, damit sich nicht noch mehr Verfolger anschlossen.

Deirdre
Gehetze Blicke hinter sich werfend, zugleich die Umgebung und den vor sich liegenden Weg in den Augen behaltend eilt Deirdre durch den Gang zur ck, zugleich scheint sich ihr Sichtfeld zu verdoppeln, nein… Eher schiebt sich eine weitere Perspektive ber ihre Augen, ihr Bewu?tsein… Sie sieht den Weg vor sich, die Dämonen hinter sich und zugleich die 8 Männer die auf Kardajian zueilen, die Schwerter und Fackeln drohend schwingend… Und sie wei?, was Kardajian tun wird… Und dieses Bewu?tsein treibt ihr die hei?en Tränen der Verzeiflung in die Augen… Sie f hlt seine Bewegungen, seine Gedanken, f hlt, wie er das Schwert mit festem Griff mit den Fingern umschlie?t und wie ein fast zärtlicher Gedanke, ein Lichtschein in diesen d steren Gefielden ihre Seele streichelt…

Im gleichen Augenblick konzentriert sie sich, was sich durch die schnellen Laufschritte etwas erschwerte, auf ihre Bewegungen, f hlt wie sich die ihre Sprungkraft langsam erhöht, die Geschmeidigkeit ihrer Gelenke verdoppelt… „Spinnenlauf und Krötensprung“, kommt es leise, hastig ber ihre Lippen und schon formt sie langsam die magische Matrix, presst sie in ihren Körper, wird mehr und mehr eins mit den Tieren deren Macht sie angerufen hat… Sobald sie die Macht in ihrem Körper f hlt, weiten sich die Spr nge weiter aus und sie scheint durch die Gänge zu fliegen… Zugleich ruft sie erneut die Macht Satuarias herab, diesesmal ihre Zerstörerische Macht…

„PANDEAMONION!“, durchschneidet ihre laute, befehlende Stimme die Dunkelheit die nur von ihrem keuchenden Atem und dem Tropfen von Wasser unterbrochen wird…

Ein leises Rascheln, direkt vor den jagenden Hesthots ist zu vernehmen, ein leises zischen, das schnell lauter wird, vermischt mit einem bel stinkenden Odem, anders als sonst in dem Tunnel vorherrschend… Schnappende Mäuler, kriechende Tentakel, sich windende Auswuchtungen des Chaos breiten sich auf einer Fläche von fast 4 Schritt rund um den Tunnel aus, bedeckt Wände, Boden und Decke mit giftverspr henden Sporen…

Ein heiserer Schrei entringt sich Deirdres Lippen… Denn sie wei?, das sie mit dieser Tat auch Kardajian den R ckweg verschlossen hatte… Er w rde nicht in der Lage sein, sich zur ckzuziehen und zugleich gegen die Dämonischen Ausw chte zu bekämpfen…

Und gleich wie sich die Tränen ihren Weg ber ihre Wange bahnen, bahnt auch Deirdre sich ihren Weg weiter nach oben… An das Tageslicht…

Kardajian
Langsam sieht er die Männer näher kommen… Das flackernde Licht ihrer Fackeln wirft einen unruhigen Schatten auf ihre Kaputzen unter denen nichts als Schwärze zu erkennen ist… Gleich wie auch Deirdre die Gedanken von ihm erfassen konnte, so erkennt auch er, das sie von den Rächern Blakharaz verfolgt wird und fasst einen schnellen Entschluss…

Mit einer entschlossenen Bewegung zieht er das lange Schwert aus der Scheide… Es war zu spät… Nun galt es Deirdres R ckzug zu decken… Und so st rzt er sich lautlos  auf die herannahenden Häscher des Bruderlosen, in der einen Hand das kurze Tuzakmesser, in der anderen zwei Wurfscheiben die er mit geschmeidigen Bewegungen wirft…

Deirdre
Finstere Dämonententakel und Klauen lösen sich aus den Wänden, finster greifen sie, was immer ihnen in die Quere kommt, aber es ist nicht Deirdre, sondern es sind die Diener Blakharaz, die von dieser Dämonenmacht ergriffen werden. Zur Zeit der Magierkriege gab es solche Bilder öfter. Dämonenkraft bekämpfte Dämonenkraft. Feuer wurde mit Feuer gekämpft und wie bei Waldbränden, war dies die effektivste Möglichkeit dagegen vorzugehen, wenn ein bestimmtes Ausma? erstmal erreicht wurde.
Die Heshtots scheinen aufgehalten, und sie eilt in einer Geschwindigkeit zur Oberfläche dies beispielslos ist, aber es war eine weite Strecke und es waren noch andere Kräfte hieram Werk. Gerade als sie weiterwill lodert vor ihr eine gewaltige Flammenwand auf. FEUER verschlie?t diesen Gang. Klar gab es vorher noch Abzweigungen, wo andere Gänge waren, die wohl auch nach oben f hrten, aber dieser hier war durch eine Flammenwand versperrt.

Kardajian
Seine Wurfscheiben treffen zwei der Kuttenträger. Schlitzen ihre Kehlen auf. Zwei weniger.
Die ersten sind bei ihm, die Schwerter blank. Mit wilden Hieben versuchen sie ihm beizukommen, doch er kann den einen Hieb leicht parieren, dem anderen weicht er aus. Die eigene Klinge unterwandert die Parade des einen Kultisten und schlitzt ihn auf. Er fällt blutend zu Boden und spuckt Blut. Doch noch sind reichlich Kuttenträger da. Klingen blitzen, zucken vorbei, aber andere treffen auch und lecken Blut. Das hei?e Brennen, was von den Wunden ausgeht, zeigt dass sie vergiftet wurden. Ein Doppelschlitz, rechts durchgezogen und mit dem Restschwung einem anderen in den Bauch gerammt. Wieder zwei weniger. Aber mittlerweile mehrte sich das Feld. Zumindest schien er die Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu lenken. Den zuckenden Schwerter weicht er aus oder pariert sie, als hätte Rondra selbst seine Klinge belebt und diesen Kampf erhört. Die Gegner machten Fehler, es war einfach f r ihn sie aus der Balance zu bringen und dann mit einem gezielten Hieb zu schwächen, mit dem nächsten tötet er ihn, während er wieder einem Hieb ausweichen kann und der andere ihn nur an der linken Schulter streift. Wieder brennt es als noch mehr Gift in seinen Körper gelangt. Aber mit einem weiteren Hieb hat er wieder einen Kultisten beseitigt. Das fing gut an. Aber die Frage war, wie lange sie noch so angriffen. Und schon stellen sich die anderen langsam auf ihn ein. Sie machen weniger gewagte Manöver. Es ist nicht mehr möglich sie gleich mit einem Hieb zu töten und sobald er einen verletzt, kommt ein neuer gesunder in die erste Reihe und stellt sich ihm. Die Schläge prasseln auf ihn nieder und immer wieder gelingt es auch einem Hieb durch seine Abwehr zu kommen, während er zwar immer noch den einen oder anderen tötet, meist aber sie sich nur schwerverlettz zur ckziehen.

Deirdre
Die blitzenden Tränen, vermischt mit dem salzigen Schwei? bahnen sich ihre Wege ber die schmutzigen Wangen, silbernen Bächen gleich in schmutzigen Bachbetten… Doch schnell, als sich die gl hende Hitze des Feuers im Gang ausbreitet, trocknen auch diese, soch im Herzen Deirdres flie?en die Tränen weiter…

Die Schreie der Dämonen, das Schnappen, die unheiligen Geräusche ihrer Magie, der stinkende Odem der Tunnel verblassen vor ihren Augen, ihren Ohren, ihrer Nase, während sie sich weiter dem Feuer nähert… Sie sp rt die sengende Hitze auf ihrer Haut, wie sie sie zu verzehren droht, doch noch ein Schritt bringt sie näher an den Flammenhert heran, gleichsam streckt sie ihre rechte Hand aus, zu einer Halbkugel geformt… Ein kurzes aufflackern des Feuers, ein leises Zischen als die Flammen die Hand leicht versengen, dann sp rt formt sie in ihrem Geiste die verzehrende Macht des Feuers nach, wird eins mit den Flammen… Der alte Zauber der Hexen welcher sie gegen Feuer resistend macht, zeigt auch hier seine Wirkung… Auch wenn die Flammen nach wie vor den Körper zusetzen, Bereiche ihrer Kleidung in Brand setzen, springt sie doch durch das flammende Inferno, gesch tzt durch den Zauber…

Doch langsam macht sich auch die geistige Erschöpfung in Deirdre bemerkbar… Weit w rde sie nicht mehr kommen… Ausser sie… w rde die verbotenen Pforten aufsto?en…

Kardaijan
Immer wieder schnellt die Klinge des Maraskaners auf die Feinde herab, immer wieder wird er getroffen, taumelt zur ck… Auch sind die Wunden, geschlagen von den Waffen der Kultisten nicht gefährlich… Doch das Gift auf den Waffen w rde ihn nicht mehr lange auf den Beinen lassen… Schon sp rt er wie sich das Gift brennend durch seine Adern brennt, vernichtend, lähmend… Und auch die Gegner können erkennen, das Kardajian langsam schwächer wird…

So weicht er etwas zur ck, einige Augenblicke der Ruhe erhoffend… Und die Kultisten scheinen ihm diese auch zu gewähren… Langsam sammeln sie sich… Wohl wissend, das der Mann einem gemeinsamen Angriff nicht stand halten w rde… Der Blutzoll war hoch, der Hass in ihren Augen unverkennbar…
Doch noch während er sich Erschöpft gegen die Felswand hinter ihm lehnt, spricht er leise, wispernd die Zhayadrunen… „Sensaattacco…“ Der Blick des Maraskaners fällt wärend er die Worte spricht auf die Männer vor ihm und mit einem w tenden Br llen st rzt er sich auf die Männer…

Ja, es war sein letzer Kampf… er w rde noch heute Bruder Boron und Schwester Tsa begegnen… Aber er w rde noch einige dieser bruderlosen Bastarde mit in den Tot ziehen, auf das sie in die Niederhöllen gezogen werden w rden…

Einen wirbelnden Klingensturm fährt er unter die Männer, die letzen Reserven mobilisierend ehe das Gift sein Herz erreichen w rde… und ehe die Klingen der Männer ihren Tribut fordern w rden…

Deidre
Deidre springt nat rlich nicht durch die Wand. Nicht nur, dass ihr Zauber nur begrenzt Schutz bietet, so ist dies doch eine magische Wand elementarer Kraft, die beim Durchdringungsversuch furchtbaren Flammenschaden anrichtet, den sie zum Grossteil kompensieren kann, wenn auch Teile ihrer Kleidung Feuer fangen könnten. Aber abgesehen davon, ist sie fester als manche Burgmauer und es wird einige Angriffe, Zauber und M hen kostet diese Mauer an einer Stelle zum Zusammenbruch zu bringen. Und so stellt diese Mauer f r sie ein nicht schnell bezwingbares Hindernis dar. Aber es blieb immer noch die Möglichkeit ein St ck zur ck und dann ber einen Seitenparallelgang dieses Hindernis zu umgehen. Der Ort, wo die Dämonen in ihrem Pandämonium vergingen ist ja schon längst weit hinter ihr, so dass von dort keine Gefahr mehr drohen d rfte, wenn sich nicht schon wieder etwas Neues zusammengebraut hat, denn hier war scheinbar alles möglich. Als wäre alles was man von der ?berwelt kennen w rde negiert und au?er Kraft gesetzt.

Kardajian
Es mag Kardajians Eindruck gewesen sein, dass sie sich f r einen gemeinsamen Angriff sammeln, aber dem ist nicht so. Unzählige hat er ins Grab geschickt und dort wo er steht ist ein gro?es Leicehnfeld. Er watet durch Blut während die Kultisten sich in einigem Abstand von ihm formieren, nur um schlie?lich eine Gasse freizulegen, durch das eine Gestalt kommt, die zwar ebenfalls in so eine Kutte geh llt wird, aber schlanker wirkt und deutlich mehr Macht ausstrahlt als die gesamten brigen Kultisten zusammen. Auch die Sprache hat einen deutlichen Akzent, der nur schwer einzuordnen ist, als sie in Garethi zu ihm spricht: „Du hast dich gut geschlagen, Fremder. Und daf r geb hrt dir Respekt. Du hast viele ihrer Diener vernichtet … und daf r geb hrt dir der Tod. Dir und deiner Freundin, mit der du gekommen bist. Sei sicher… sie ist jetzt schon so gut wie tot. Denn wenn ich mit dir fertig bin, werde ich sie töten.“

Deirdre
F r einen kurzen Augenblick zögert die schmalw chsige Frau, die Augen wandern hektisch ber die brasselnden Flammen durch die auch ihr Zauber ihr keinen Durchgang gewären… Ein w ster Maraskanischer Fluch kommt ber ihre Lippen wärend sie erneut einen kleinen Anlauf gegen die Wand versucht, zur ckgeworfen wird… Nein, hier ging es eindeutig nicht weiter…
Mit einem w tenden Aufschrei, in dem sich all ihre Frustration, ihre Verzweiflung mischte kommt ber ihre Lippen wärend sie sich umwendet und den Weg zur ckläuft, zu den Zwischengängen die sie zuvor passiert hatte… Verlorene Zeit… Mit einem Male hatte sie wieder das Gedicht in den Ohren welches ihr Kardajian vor vielen Monaten einmal aufgesagt hatte…

„Eiseskälte liegt ber dem Zenli,
mein Haar wird Grau,
Auch wär ich doch verliebt in dich,
anstatt im Himmel…“

Ja… Sie w rden sich wieder begegnen… Doch nicht in diesem Leben… In einem anderen Leben, fernab dieser Festung des Bruderlosen… Fernab…

Kardajian
Ein kurzes Lächeln zeigt sich auf den Lippen des hochgewachsenen Maraskaners wärend re die Gestalt ihm gegen ber mustert… Leicht mag das Lächeln an das Grinsen eines Wolfes erinnern der Blut geleckt hatte, doch so verbissen es auch wirkt… Die Schwäche, durch das Gift herbeigef hrt, lässt Kardajian leicht schaudern, so als w rde er den kalten Atem Borons in seinem Nacken versp ren… „<i>Hexe…</i>“, zischt er verächtlich… „<i>Selbst im Tod werde ich den Triumph in meinem Herzen sp ren, die Verachtung gegen ber dem Bruderlosen… Und dem Tod sehe ich mit Freuden entgegen… Denn er nimmt einen Teil der Macht deiner kriecherischen Herrin hinfort…</i>“

Mit diesen Worten nimmt er das schwere Tuzakmesser erneut in beide Hände und st rzt sich mit einem wilden Schrei auf die Menschen vor ihm…

Deidre
Im nächstens Gang hat sie mehr Gl ck. Sie kommt ein ganzes St ck weiter nach oben, gewinnt sogar einen Vorsprung gegen etwaige Verfolger, wie sie glaubt, nur noch einige Meter und sie w rde diese finsteren Gänge verlassen haben. Dann w rde sie in der Kanalisation sein, die normal war, zumindest normaler als das hier. NIcht dass das ungefährlich war, aber es gab jemand ein sicheres Gef hl.
In diesem Moment hört sie das Br llen eines Tigers hinter sich. Das Br llen kommt aus der Ferne, aber es ist so laut, dass es durch die Kanalisation hallt. Und sie ist sich sicher, dass es ihr gilt.

Kardajian
Als er auf die Männer zust rzt weichen sie und nur die eine Gestalt bleibt stehen. Erst kurz bevor er mit seiner Klinge bei ihr ist, wirbelt die Gestalt herum. Zwei schwarzglänzende Krummsäbel werden sichtbar, die sich wie ein tödlicher Wirbelsturm nicht nur seiner Klinge entgegenstellen, sondern auch mit bermenschlicher Präzision versuchen sich in seinen Körper zu schneiden. Dann taucht die Gestalt geschickt seitlich unter seiner Klinge weg, an ihm vorbei und versucht mit einem Säbel ihn die Seite zu zerfetzen, während der andere bereit ist die Klinge abzufangen. Die Bewegungen sind schneller als ein Mensch sich je bewegen könnte. Die Hiebe von einer Präzision, die jedem Kämpfer zur Ehren gereicht hätten. Und dabei ist die Gestalt so ruhig und still wie ein Meuchler, der sein Opfer töten will.
F r einen Moment gelingt es Kardijan einen Blick auf die Augen des Wesens zu richten. Keine Menschenaugen.
Es liegt etwas dämonisches in den Augen, aber doch sind sie wunderschön, wunderschön wie die finsterste Nacht im Hohen Norden. Und jetzt erst sieht er, dass die Gestalt, die ihn da bekämpft keine Frau, sondern ein Mann ist. Schlanker als alle anderen, aber definitv ein Mann, der die Säbel in Richtung seines R cken wirbeln lä?t, als wären sie ein verlängerter Teil seines Armes, den er mit spielerischer Leichtigkeit beherrscht. Die Schritte sind schnell, aber nicht hastig gesetzt, und die Bewegungen von der Selbstsicherheit eines Mannes, der genau weiss, was er tut, und dem diese Bewegungen selbst in der grö?ten Gefahr in Fleisch und Blut bergegangen sind, so dass er sie nicht vergi?t.
Hinter ihm macht er aus dem Stand einen Sprung hoch, dreht sich im Salto Kardijan, wobei er wieder mit seinen Klingen wirbelt, diesmal um sich vor möglichen Attacken zu sch tzen, aber schon im Landen schie?en die Säbel wieder auf Kardijan zu, fintieren ihn, während die Gestalt beim landen in die Knie sinkt und mit eiskalter Präzision gegen seine Knieschneiben zielt, um auch diese mit den schwarzen Säbeln zu zerschneiden.

Der Tod ist bei Weitem das Harmloseste, was einem Sterblichen hier droht.

Deirdre
F r einen kurzen Augenblick verlangsamte Deirdre ihre Schritte, das Herz schlug ihr wie wild in der Brust, der Atem kam pfeifend ber ihre Lippen. Einen Augenblick der Ruhe…
Sie konnte nicht wirklich glauben, was sie hier herunten erlebte… Zwar wusste sie, das der Bruderlose hier seine Krallen in das Erdreich gegraben hatte, jedoch, das es derma?en Schlimm sein w rde… Nein, das konnte sie nicht begreifen…

Ein weiterer Schritt… Die Muskeln zitterten… Hinter ihr, ?ber ihr… Vor ihr… Neben ihr… Erde, Stein und Fels… Und irgendwo dort der Feind, der sich ihr näherte… Näherte mit schnellen Schritten, das leise klicken der Krallen auf dem Erdreich… Sie musste weiter… Schnell… An die Oberfläche…

Noch einmal konzentrierte sie sich auf ihre Fähigkeiten… Die Muskeln angespannt, wie zum Sprung bereit… Dann scho? sie nach vorne… Alleine durch ihren Willen, ihren ?berlebenstrieb angespornt… Weiter… Schneller… Hinauf…

Kardajian
Einen kurzen Augenblick, ehe der hochgewachsene Maraskaner zu Boden sank, schien es den Angreifern, als w rden sich seine Lippen zu einem sachen, ja, fast liebevollen Lächeln verziehen, ehe der Körper auf dem Boden aufschlug… Die Beine waren zu nichts mehr zu gebrauchen, nein… Nicht in diesem Leben…

Doch es galt neues Leben zu finden… Und hier herunten war er damit am Falschen Platz… Das war offensichtlich… Der Schnitter sprang klirrend ber den felsigen Boden wärend seine Augen erneut die seines Gegners suchten…

„Du wirst mich heute nicht zu Boron schicken… Und auch wird dein kleiner, mickriger Gott, der sich unter der Erde verstecken muss, da ihn das Tageslicht blenden w rde, wird mich nicht in seine Fänge bekomen…“

Mit einem leichten Grinsen und einer blitz schnellen Bewegung zog der Mann einen kurzen Dolch unter seinem Lederhemd hervor und noch ehe die Männer wohl etwas unternehmen konnten, glitt die Klinge ber seine Kehle und ein Strahl hellen Blutes ergoss sich ber seinen Oberkörper und die Kleidung seines Gegen bers… Noch einmal blitzten die gr nen, raubtierhaften Augen auf… „Preiset die Schönheit…“, gurgelte er leise, wärend der Triumph in seinen Augen flackerte…

Dann sank er langsam zu Boden… Leblos…

Deidre
Sie hatte es geschafft. Der Ausgang der Kanalisation war direkt vor ihr. Der Feind hatte einen Fehler gemacht. Sie unterschätzt. Nachdem sie vier einfache Fallenauslöser in der Kanalisation umgangen hatte, war sie nun an einem Kanaldeckel. Geschafft.
Die Frage war nur wieviel Zeit ihr blieb bis der Feind sie auch hier eingeholt hatte. Aber dort war der rettende Deckel.

Kardajian
ie Gestalt des Maraskaner liegt tot auf dem Boden. Dar ber steht die schlanke Gestalt des Fremden und im Halbkreis um ihn herum die Kuttengestalt. „Du hast w rdig gekämpft, Fremder. Allein das Unwissen lie? dich zum Feind werden.“ Er hebt seine Klinge: „Herrin, nehmen diesen Mann mit Ehre auf, denn er hat mit Ehre gekämpft. Sein Herz ist rein, nur sein Verstand war dumm. Nehme sein Herz, verbrenne seinen Verstand.“

Und genau das tat der Fremde dann.

Ein einzelner Stich in ihrer Brust zeugte von Kardajians Tot… Doch Deirdre blieb nicht stehen, auch wenn alles in ihr danach schrie umzukehren und diese Bestien zu ermorden, sie ber das Nirgendmehr zu Bruder Boren zu schicken… Doch das war nicht der Augenblick daf r… Sie musste weiter kommen… Die anderen Informieren…

Und so läuft sie weiter… die Dolche gez ckt… Bereit f r ihre Freiheit zu kämpfen…

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