Immer wieder passiert es mir, das ich für eine kurze Zeit in ein ziemliches Schlammloch rutsche. Meistens hat es mir Fehlern zu tun, die ich gemacht habe, mit denen ich nicht so ohne weiteres klar komme, oder mit Gedanken und Gefühlen, die sich stark in meinem Innersten verbreiten und nur allzu schwer wieder aus der Magengrube zu entfernen sind.

So auch im Augenblick mal wieder *schmunzel*. Eigentlich isses nicht so schlimm, viel mehr ist es die Tatsache, das ich mal wieder durch meine eigene Dummheit einiges verbockt habe. Die letzten paar Tage waren eher… wie soll ich sagen? Nun, ich fühlte mich mal wieder in die Zuschauerrolle gedrängt, beobachtete mich selbst, meine Gefühlswelt, meine Gedanken und die Trägheit mit der ich durch den Tag schlitterte.

Ich verabscheue die Trägheit dahinter, die Mutlosigkeit, die Desillusionierung meiner Ideen, meine Zweifel und meine hoffnungslos romantischen Gedanken und Ideale. Ich starre auf den Monitor in der Firma, registriere kaum das, was ich mache, starre auf die Zeichen die darüber huschen, auf die vorbeigleitenden Gesichter in der U-Bahn. Präge mir für kurze Zeit die Gesichter der Menschen ein, die mit versteinerten Mienen auf die nächste Fahrtmöglichkeit warten, ehe ich die Station wieder verlasse und die Menschen aus meinen Gedanken verschwinden. Ich liege auf dem Bett, der Rauch der Zigarette liegt bläulich nebulös in der Luft, kaum bewegt durch den schwachen Luftstrom des Ventilators, der die sommerliche Schwüle eigentlich vertreiben soll, sie jedoch mehr wie klebrigen Honig auf meine Stirn heftet. Meine Gedanken schweifen durch meine innersten Gedanken, verharren bei jenem Augenblick, gleiten ber zu dem nächsten Moment, still hier einen Augenblick verharrend, ehe die Stillaufnahme abgeschlossen wird. Ich weiß, ich ergehe mich gerade in meinen tiefsten Sorgen und Sehnsüchten und weiß, das es an der Zeit ist, wieder aus dem Schlammloch hervorzuklettern. Ich schlafe eine Nacht darüber, meine Träume sind erfüllt von meinen Ängsten, die in solchen Augenblicken alle auf mich einströmen, von allem, was mich im Augenblick so sehr beschäftigt. Ich weiß in meinen Träumen, das sich viel erledigt hat, das vieles Unumkehrbar ist und das es zum Teil auch gut so ist.

Ich erwache. Ich fühle mich gut. Besser. Kräftiger. Ich merke, das ich endlich wieder ausgeschlafen bin. Das meine Gedanken Klar und ohne Wehmut sind. Ich schüttle die letzten Brocken Schlamm ab, die mich noch aus meinen Träumen begleitet haben und weiß: Heute ist wieder ein besserer Tag. Ein Tag, der gut begonnen hat. Die Sonne scheint, die letzten Flecken des morgendlichen Dunstes werden durch ein fast wehmütiges Lüftchen vertragen, lassen die Gassen in einem harten, realen Licht erscheinen.

In dem Licht des Lebens in dem ich mich befinde. In dem Träume und Gedanken nur unter bestimmten Umständen wahr werden können. Dürfen. Und ich weiß, ich bin wieder auf dem richtigen Weg. Und ich fühl mich wieder gut und motiviert.

Bis zum nächsten 😉 Hehe…

Vorarlberg - Bergluft

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