Tot beginnt dort, wo Drei aufgehört hat. In den weiten Ebenen des Westens suchen Roland, Susanna und Eddy nach einem der Balken, jenem Gefüge, welches die Welten und das Universum in sich zusammen hält. Roland, der die Ausbildung von Susanna und Eddy zum Revolvermann begonnen hat, wird jedoch zunehmend mehr von seinen Träumen und Visionen des sterbenden Jungen Jakes geplagt.
Der Dunkle Turm - TotAuf ihrem Weg treffen sie auf einen der uralten Wächter, einem gigantischen Bären von den Menschen der Vergangenheit geschaffen um den Balken zu schützen. Doch wie auch der Rest der Welt hat dieses Wesen, eine Chimäre aus Fleisch und Maschine, der Wahnsinn, die Verwerfung erfasst und die Gemeinschaft der Drei muss das Wesen töten. In jenem Stadion zeichnet sich auch Eddys Fähigkeit des Schnitzens mehr und mehr heraus und er weiß, das er sie brauchen wird, auch wenn Roland diese Fähigkeit nicht akzeptiert. In einem seiner Träume sieht Eddy einen Schlüssel vor sich und er weiß, er muss diesen Schlüssel nachbilden… Doch für was weiß er selbst noch nicht…
Hier wechseln wir in die andere Welt, in die Welt des New Yorks der 70er Jahre, wo der Junge Jake auf dem Weg in die Schule ist. Wir wissen auch, das Jake an diesem Tag sterben sollte, doch Roland hat den Mörder Jakes bereits vernichtet, so dass auch der Junge das Gefühl des Irrealen nicht loswerden kann. Immer mehr und mehr nimmt ihn seine Phantasie gefangen und er treibt rastlos durch die Straßen von New York, bis er zu einen kleinen Rätsel Laden findet, dessen Besitzer ihm ein Uraltes Rätselmagazin und das Buch „Charly Tuff Tuff“ schenkt. In dem Rätselband findet der Junge einen Hinweis auf das, was er tun muss und so sucht er sich seinen Weg zu einem alten Haus, das auch schon Susanna, besser ihr früheres Ich Odetta, und auch Eddy kannten. Jenes gespenstige Haus, das schon seit Jahrzehnten leer zu stehen scheint.
In einem letzen, verzweifelten Hilfeschrei bei seinem Vater versucht er die Visionen seines eigenen, doppelten Todes zu verdrängen, doch sein Vater hört den Ruf nicht und Jakes letzter Halt in dieser Welt bricht. So macht er sich auf zu jenem Haus um in die Welt zu wechseln, in der Eddy bereits an dem Schlüssel arbeitet und Rolands Nervenfieber immer engere Kreise zieht.
Als der Junge in das Haus tritt und dieses ihn zu vernichten versucht, stellt auf Eddy den Schlüssel in diese Welt fertig und es gelingt ihm, Jake nach Mittwelt zu ziehen.

Das Kadett hat ein weiteres Mitglied. Roland, dessen Persönlichkeit nun wieder geheilt zu sein scheint, verspricht dem Jungen, ihn nie wieder Fallen zu lassen (Siehe auch Schwarz). Auf ihrem weiteren Weg schließt sich noch ein weiterer der Gruppe an, ein Billy-Bumbler, eine Art Biber-Dachs, welcher sich mit Jake anfreundet und dieser ihm den Namen Oy gibt.

So zieht die Gemeinschaft weiter, weiter nach Westen, bis sie wieder auf Zeichen von Zivilisation treffen. Ein altes Dorf, River Crossing, nur von uralten Menschen bewohnt. Einige können sich noch an die alte Zeit erinnern und erkennen Roland, als das was er ist. Sie wissen noch von jener Zeit als die Revolvermänner die Richter und Henker waren, aber auch die Friedensstifter und Weisen. So nehmen die Bewohner des Dorfes die Gruppe um Roland auf, bieten ihnen Unterkunft und Speis und Trank an. Die Alten warnen die fünf Wanderer vor jener Stadt, welche hinter ihrer kleinen Ortschaft wohnen, Lud. Der Dorfälteste überreicht Roland noch ein Jesuskreuz und bittet ihn, dieses am Fuße des dunklen Turmes zu legen, sollte er ihn jemals erreichen.
Bevor die Reisenden Lud jedoch erreichen, müssen sie eine Brücke überqueren, welche zu der Stadt führt. Dort lauern ihnen einige Gesetzlose auf, welche Jake entführen, was Roland zu seinem Leid nicht verhindern kann. Erneut ist der Junge verschwunden.
Roland trennt sich von Eddie und Susannah um Jake zu befreien, während diese sich auf die Suche nach dem Zug „Blaine“ machen, der letzen Monorail Eisenbahn Mittwelts die noch funktionieren soll. Roland wird von Oy begleitet und so steigt er immer tiefer hinab in den Sumpf des Verbrechens und der Auseinandersetzung der Rivalisierenden Gruppen der „Grauen“ und der „Pubes“. Der Zwist, die Krankheit welche diese sterbende Welt befallen hat wird immer deutlicher. Jake wurde von seinem Entführer zu dessen Anführer, dem wahnsinnigen „Ticktackmann“ gebracht. Roland gelingt es mit tatkräftiger Hilfe von Oy Jake zu befreien und zu fliehen.
Beide erreichen den Bahnhof, wo schon Eddie und Susannah auf die beiden warten und betreten den Zug Blaine von dem sie sich erhoffen das er sie näher an die Mitte der Welten bringt, näher heran an den dunklen Turm. Doch Blaine’s künstliche Intelligenz hatte im laufe der Jahre der Einsamkeit immer mehr und mehr gelitten, so das der Wahnsinn, wie auch schon bei dem Wächter, die Oberhand gewonnen hat. In seinem Wahn, die komplette Stadt zu vernichten, stellt er der Gemeinschaft ein Rätsel, bei dessen Lösung er ihnen verspricht sie aus der Stadt zu bringen. Es gelingt Roland das Rätsel zu lösen, der sich an seinen alten Waffenmeister Cort erinnerte, der in der Vergangenheit immer und immer wieder die Rätselmeisterschaft von Gilead, der Heimatstadt von Roland, für sich gewonnen hat. Blaine hält sein versprechen und lässt die Stadt hinter sich, die von Blaine dennoch zerstört wird. Der Ticktackmann wird von einer mysteriösen Figur namens Flagg gerettet. Flagg scheint Maerlyn zu sein, jener große Zauberer, der dem Mann in Schwarz seinen Auftrag gibt.
Blaine’s Wunsch nach dem Freitod, zusammen mit seinen Passagieren, kann nur durch eine Rätselmeisterschaft gewonnen werden. Gelingt es den Helden die Fragen des Zuges zu beantworten und im Gegenzug Blaine ein unlösbares Rätsel aufzugeben, so würde er sie verschonen…

Doch was ist schon der menschliche Verstand im Gegenzug zu einer rationell denkenden Maschine, deren Funktion auf logischen Algorithmen aufgebaut ist. Ein wettlauf mit der Zeit beginnt.

Meinung zu tot:

Kings Welt der Revolvermänner wird immer feiner gestrickt, weitere Parallelen zu anderen Romanen von King fallen uns sofort auf. Am Ende des Buches, als jener Flagg auftaucht, der diabolische Gegenspieler in „Das letzte Gefecht“, beginnt das Herz schon ziemlich zu klopfen, man wünscht sich nur noch mehr zu erfahren, wie es weiter geht.
Die gesamte Welt die beschrieben wird ist komplex, durchdacht und von einer grauenvollen Endzeit Vision geprägt und zugleich von einer zauberhaften Schönheit. King hat weitere 6 Jahre gebraucht, bis er sein eigenes Nemesis und zugleich seine Erlösung (seine eigenen Worte) weiterschreiben konnte und man merkt deutlich den weiteren Schritt zur Literarischen Perfektion (gut, das ist Ansichtssache, doch in Punkto Struktur, Flüssigkeit und Erzähldichte ist es sehr gut gelungen)
Auf jeden Fall gewinnt man mehr Einblick in Rolands Vergangenheit, wie die Welt war, bevor sie sich weitergedreht hat. Es ist ein wahres vergnügen sich von einer Seite zur nächsten zu hangeln, ein jedes Detail ist einzigartig.
Der dritte Teil, dessen würdige Fortsetzung man in dem Roman Glas findet.

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