Gestern beim Fernsehen (ist nur mir der 2. Teil der Schatzinsel dezent wirr und im vergleich zum 1. richtig schlecht vorgekommen?) musste ich einen Gedankengang folgen, den ich schon lange im Hinterstübchen eingesperrt hatte, in der Hoffnung in irgendwann hervorkramen zu können. Und siehe da 🙂 hier ist er…

Entstanden ist der Gedanke schon vor langem, der ausschlaggebende Punkt war eine Szene in Dr. House, als der afroamerikanische (wir wollen ja politisch Korrekt schreiben :))) Arzt den jungen Mann wegen der Stelle im Krankenhaus angesprochen hat.

Ein extrem suptiles Lächeln lag auf dessen Zügen das mit jedem Wort, das der Junge sprache, weniger und weniger wurde.

Ich habe die menschliche Minik / Physiognomie schon immer sehr faszinierend gefunden, die Feinheiten, mit welchen es Möglich ist so feine Emotionen auszudrücken. Die Tatsache, das die Muskelbewegung kaum ersichtlich ist, und doch das Gefühl beim Betrachten des Gesichts schlagartig anders ist, die Art, wie vielfälltig Emotion gelesen werden kann, nur Aufgrund einer so unmerklichen Muskelspannung finde ich total spannend.

Es ist erstaunlich, wie vielfältig die unterschiedlichsten Emotionen wie Wut, Hass, Liebe, Freude, Trauer und so weiter, in einem Gesicht, durch den Körper ausgedrückt werden. Eigentlich müsste der Mensch gar nicht sprechen, alleine das beobachten von Menschen kann einem schon sehr viel darüber sagen, was er im Augenblick empfindet. Wie hält er seine Hände, wie ist die Position seiner Schultern, die Haltung, der Schritt, alles das kann uns so viel sagen. Man muss nur lernen diese Sprache zu lesen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir in der Schule Portraitzeichnen am Plan hatten und die einzelnen Muskeln im Gesicht anhand einer anatomischen Puppe erklärt wurden. Da ist es nicht verwunderlich, zu welch vielfältigen Spannungsmomenten wir fähig sind.

Ich glaube, es wird Zeit sich mal wieder ausführlicher mit dem Thema zu befassen.

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