Tag Archive: Literatur


Autor: Patrick Rothfuss
ISBN: 360893815X
Erschienen: 2007

Patrick Rothfuss, Dozent für Englisch in Wisconsin / USA schuf in 14 jähriger Arbeit einen der aufregendsten und vielschichtigsten Fantasy Romane der letzten Zeit und zugleich sein schriftstellerisches Debüt.

In aller Kürze:
Der Name des Windes erzählt von dem mächtigsten und berühmtesten Zauberer seiner Zeit. Sechssaitiger wird er genannt, Königsmörder und Flinkfinger. Es erzählt die Geschichte eines von Rachedurst getriebenen Kindes auf seinem Weg als Straßenkind, durch die Studien der arkanen Kunst, auf seinem Weg zu einem jungen, vielseitigen Mann, der viel gelitten, geliebt, gehasst und gelernt hat.
Die Geschichte vom mächtigsten Zauberer seiner Zeit. Kvothe…

Inhaltsangabe (Vorsicht Spoiler):
“Ich habe geraubte Prinzessinnen aus den Händen schlafender Unholde befreit. Ich wurde von der Universität verwiesen, in jüngerem Alter als die meisten Leute dort zugelassen werden. Ich wandele im Mondschein auf Pfaden, von denen andere auch bei Tage nicht zu reden wagen. Ich habe mit Göttern gesprochen, habe Frauen geliebt, habe Lieder geschrieben, bei denen selbst die Sänger in Tränen ausbrechen.
Ihr habt vermutlich schon von mir gehört.“

So beginnt die Geschichte eines Schankenbesitzers, irgendwo in ländlicher Umgebung, einem Ort wo sich nun auch dunkle Schatten erheben, Schatten von denen der Wirt sich zurückgezogen hatte. Der Geschichte seines Lebens, die Kvothe dem größten Chronisten seiner Tage erzählt. Drei Tage soll seine Geschichte dauern. Nach seinen Regeln soll sie verfasst werden. Nichts darf geändert werden, so wie der rothaarige Mann sie erzählt, soll sie weiter gegeben werden.

Kvothe wächst glücklich als Kind der Edema Ruh auf, berühmte fahrende Spielleute, deren Schauspielkunst in der gesamten bekannten Welt begehrt und geachtet ist. Als ein alter Arkanist sich zeitweise der Gruppe anschließt, entdeckt er die Intelligenz und Fähigkeiten des Jungen und beginnt ihn in die Grundlagen der Alchemie und Magie einzuführen. Doch Kvothes glückliche Kindheit nimmt ein jähes Ende, als er eines Tages das Lager seiner Eltern verwüstet vorfindet und alle seine Angehörigen von den sagenumwobenen Chandrian getötet wurden.

Nun auf sich alleine gestellt erreicht er die Hafenstadt Tarbean, wo er sich von nun an als Bettler und Dieb durchkämpft. Nach langer Zeit in dieser trostlosen Umgebung erwacht er schließlich aus dem Schockzustand den der Tod seiner Eltern hervorgerufen hat, sein Wille zum Überleben, seine Rachegelüste und sein Verstand erwachen aus langem Schlaf.
So gelingt es ihm schließlich in die Universität der Hohen Magie aufgenommen zu werden. Als jüngster Schüler des Arkanums.

Nun beginnt für Kvothe eine Zeit des Lernens, der Entbehrungen aber auch des kurzen Glücks. Durch seinen Ehrgeiz, seine Herkunft, seinen Wissensdurst macht er sich auf der Universität Feinde, findet seine Leidenschaft für das Lautenspiel wieder, verliebt sich tragisch und lernt das Wissen der Hohen Magie.

Kritik:
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten Seite an so in seinen Bann gezogen hat. Patrick Rothfuss erzählt intelligent, gewitzt und humorvoll eine wundervolle Geschichte über den Werdegang des mächtigsten Magiers seiner Zeit auf der Suche nach dem Namen des Windes. Von der ersten Seite an fühlt man sich in diese Welt hineingezogen, empfindet mit dem Protagonisten mit. Liebt, leidet, hasst. Man kann sich mit den Menschen, denen Kvothe begegnet identifizieren, sie wirken nicht wie hohle Nebendarsteller, sondern sind, wie der Rest des Romans von Leben erfüllt.
Patrick Rothfuss erfindet zwar das Genre nicht neu, viele Elemente mögen dem geneigten Leser bekannt vorkommen, gerade die Geschichte um Harry Potter drängt sich einem hier auf. Doch das stört nicht. Im Gegenteil… Durch diesen gekonnten Mix aus Stilelementen wirkt alles einfach rund und in sich geschlossen. In 4 Tagen im Urlaub verschlungen war der einzige Wehmutstropfen die Tatsache, das der 2. Band noch nicht verfügbar war, sondern vorraussichtlich erst am 1. März 2011 erscheinen wird.

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Tot beginnt dort, wo Drei aufgehört hat. In den weiten Ebenen des Westens suchen Roland, Susanna und Eddy nach einem der Balken, jenem Gefüge, welches die Welten und das Universum in sich zusammen hält. Roland, der die Ausbildung von Susanna und Eddy zum Revolvermann begonnen hat, wird jedoch zunehmend mehr von seinen Träumen und Visionen des sterbenden Jungen Jakes geplagt.
Der Dunkle Turm - TotAuf ihrem Weg treffen sie auf einen der uralten Wächter, einem gigantischen Bären von den Menschen der Vergangenheit geschaffen um den Balken zu schützen. Doch wie auch der Rest der Welt hat dieses Wesen, eine Chimäre aus Fleisch und Maschine, der Wahnsinn, die Verwerfung erfasst und die Gemeinschaft der Drei muss das Wesen töten. In jenem Stadion zeichnet sich auch Eddys Fähigkeit des Schnitzens mehr und mehr heraus und er weiß, das er sie brauchen wird, auch wenn Roland diese Fähigkeit nicht akzeptiert. In einem seiner Träume sieht Eddy einen Schlüssel vor sich und er weiß, er muss diesen Schlüssel nachbilden… Doch für was weiß er selbst noch nicht…
Hier wechseln wir in die andere Welt, in die Welt des New Yorks der 70er Jahre, wo der Junge Jake auf dem Weg in die Schule ist. Wir wissen auch, das Jake an diesem Tag sterben sollte, doch Roland hat den Mörder Jakes bereits vernichtet, so dass auch der Junge das Gefühl des Irrealen nicht loswerden kann. Immer mehr und mehr nimmt ihn seine Phantasie gefangen und er treibt rastlos durch die Straßen von New York, bis er zu einen kleinen Rätsel Laden findet, dessen Besitzer ihm ein Uraltes Rätselmagazin und das Buch „Charly Tuff Tuff“ schenkt. In dem Rätselband findet der Junge einen Hinweis auf das, was er tun muss und so sucht er sich seinen Weg zu einem alten Haus, das auch schon Susanna, besser ihr früheres Ich Odetta, und auch Eddy kannten. Jenes gespenstige Haus, das schon seit Jahrzehnten leer zu stehen scheint.
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Fantasy

Anmerkung zur Fantasy: Die Kreaturen und Lebewesen in der Fantasy Literatur sind sehr oft von regionalen Märchen und Geschichten aus allen Bereichen der Welt entstanden.

Einleitung

Wenn man vor 7 Jahren einen durchschnittlichen Jugendlichen auf der Straße angesprochen hätte und ihn gefragt hätte wer J.R.R. Tolkien gewesen war, hätte er vermutlich gesagt: „War das nicht ein amerikanischer Präsident?“.
The giant with the flaming sword by Dollman Seit dem Hype der Filme „Herr der Ringe“ und den gleichnamigen Romanen in einer kompletten Neuauflage von Klett Cotta ist der verstorbene Autor J.R.R. Tolkien in aller Munde. War „Herr der Ringe“ vor ein paar Jahren noch Literatur für langhaarige, ungewaschene Freaks, so ist es seit dem gigantischen Hollywood Film stubenrein gemacht worden.
Man kann „Herr der Ringe“ als die Mutter, oder den Vater, wie man will, der modernen Fantasy Literatur sehen, schuf Tolkien damit doch bestimmte Archetypen die seit der Erstveröffentlichung der Bücher immer wieder in der Fantasy Literatur Erwähnung gefunden haben. Weise, alte Magier, geheimnisvolle, wunderschöne Elben, kleine, bärtige Zwerge, Trolle, Orks, Drachen und viele Typen mehr.
Natürlich, Geschichten wie Hänsel und Gretel, Dornröschen und andere Märchen sind viel älter und auf einer gewissen Ebene sind sie auch nur Fantasie Geschichten. Jedoch vermitteln diese Geschichten immer eine gewisse Moral, bauen auf einer geschickten Parabel auf. Selten nur sind diese Geschichten reine Geschichten der Geschichte willen. Darum wollen wir die Kategorie der Märchen hier einmal weg lassen.
Wir wollen jenen Fantasy betrachten, der in einer anderen Welt spielt, der meist von Drachen, Dämonen, Göttern, Elben (oder Elfen), Magiern, Zwergen und vielen anderen Fabelwesen handelt. Natürlich gibt es viele unterschiedliche Formen von Fantasy, aber diese einzelnen Typen werden wir später noch besprechen.

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Im heutigen Beitrag zum Thema der Woche möchte ich ein bisschen was zum Thema „Fantastische Literatur“ schreiben. Der nachfolgende Text ist die überarbeitete Fassung eines Leseabends, den ich, zusammen mit meiner Mutter, in meinem Heimatdorf Obsteig vor versammelter Fachpresse (Dorffotograf) und fachkundigen Besuchern (Dörfler) vorgetragen habe. Das Thema lautete „Dance Macabre – von der fantastischen Literatur“ und behandelte die grundlegendsten Wesenszüge und Charakteristikas von fantastischer Literatur.

Einleitung

Fantastische Literatur ist die älteste Form von Erzählungen in schriftlich niedergelegter Form. Der erste bekannte Fantasy Roman ist vermutlich der Gilgamesch Epos (hier streitet sich die Wissenschaft: Mythos oder Tatsachenberichte?) aus Persien, mehr als 4.000 Jahre alt. Im groben unterteilt man fantastische Literatur in drei Kategorien: Fantasy, Science Fiction und Horror.
In erster Linie dient die Literatur der Unterhaltung, der Bildung, oft auch der Erziehung oder dem Ausdruck bestimmter moralischer Aspekte. Nicht nur im westlichen Bereich unserer Erde ist man seit Jahrhunderten von fantastischen Geschichten fasziniert. Erzählte man sich früher noch die Geschichten am Lagerfeuer oder wurden in den griechischen, persischen oder römischen Schulen von Lehrern vorgetragen, so haben die Geschichten heute ihren Weg in unsere kommerzielle Gesellschaft gefunden und dienen der Unterhaltung und Bildung, weniger der Erziehung und moralischen Festigung.

Doch was ist fantastische Literatur überhaupt? Fantastische Literatur ist jene Art von Geschichte, welche fantastische Elemente besitzt, Elemente, die in unserer heutigen, rationellen Weltanschauung nicht möglich sind. Als bestes Beispiel für dieses Fantastische nehmen wir Krieg der Sterne oder Star Trek. Utopische Visionen eines kreativen Kopfes. Visionen die fantastisch sind.
Ja, dann müssten auch Romane die erfundene Figuren und Handlungen haben, fantastisch sein, wird man sich nun denken. Nun, das stimmt zum Teil, jedoch beschränken sie sich auf irdische Möglichkeiten, die zum Teil wahr sein könnten. Die Definition von Fantastischer Literatur ist sehr schwer und oft sind die Grenzen sehr fließend und schwer zu erkennen. Wir wollen uns aber mit der klassischen Fantasy Literatur beschäftigen und nicht mit den hybriden Formen. Gerade die Definition von Fantasy und Nicht-Fantasy wird wohl auf jeder Literatur Convetion behandelt, jeder Autor hat seine eigenen Ansichten dazu und jeder Kritiker wieder andere. Weiterlesen

Mein Dæmon

Am 6.12.07 kommt der Film „Der Goldene Kompass„, nach dem Roman von Philip Pullmann, endlich ins Kino.

Die Website unter http://www.goldencompassmovie.com bietet dem Besucher nun die Möglichkeit, aufgrund 20 Fragen seinen persönlichen Dæmon zu generieren. In der Welt des Goldenen Kompasses wohnt die Seele des Menschen ausserhalb dessen Körpers, in jenem Dæmon, der, noch im Kindesalter, jede Gestalt annehmen kann.

Erst beim Übergang ins Erwachsenenleben festigt sich die Gestalt des Dæmons. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt und stelle hier mal meinen eigenen Dæmon vor:

Hypatia
Hypatia

Die Eigenschaften Hypatias: Sanft sprechend, flexibel, schüchtern, eigenbrötlerisch, maßvoll.

Dieser Roman ist – bezogen auf seinen Vorgänger – ein eigenständiges Werk, das zwar die Welt von „Der Talisman“ als vorausgesetzte „Landschaft“ mit eigener Topographie enthält, aber aus sich selbst heraus lebt. Stephen King und Peter Straub waren klug genug, Handlung und Bedingungen aus „Der Talisman“ als eine imaginäre Vorgeschichte zu behandeln, aus der sie gerade so viel erzählen, daß es zum Verständnis von „Das schwarze Haus“ ausreicht.
Allerdings versucht Stephen King in diesen Roman einige Welten aus seinen anderen Werken zu integrieren – vor allem aus dem Zyklus um den Dunklen Turm und aus „Hearts in Atlantis“ -, und das schadet dem Roman eher, als daß es ihm nutzt. Nein, es schafft eine zusätzliche Tiefe und Komplexität für alle die Leser, die mit Stephen Kings aktuelleren Romanen gut vertraut sind; die anderen freilich werden eher allein gelassen. Was bringt dagegen Peter Straub in „Das schwarze Haus“ ein? Ein wenig Hintergrund aus seinen Büchern (das ist sein gutes Recht) und – was wir noch sehr viel mehr schätzen – seinen besonderen Sinn für die finstere Poesie von Situationen und Orten. Die hat er Stephen King voraus; an dem wiederum lieben wir seine unvergleichliche Beobachtungsgabe für das Leben, Fühlen, Denken und Handeln der unauffällig normalen Menschen und seinen untrüglichen Sinn für die skurrilen Situationen im Leben.
Das schafft für „Das schwarze Haus“ einen beträchtlichen Mehrwert. Schon aus diesem Grund ist der Roman ästhetisch befriedigender als fast jedes Werk, das Stephen King in den letzten fünf, sechs Jahren veröffentlicht hat. Auch wenn die Handlung nur langsam in Gang kommt. Auch wenn die besondere Erzählperspektive (der allwissende Autor nimmt den Leser bei der Hand und durchwandert mit ihm gewissermaßen die Erzählung) gewöhnungsbedürftig ist. Auch wenn es sehr viele literarische Bezüge zur analogen Literatur des Neunzehnten Jahrhunderts eingebaut werden (Edgar Allan Poe, Wilkie Collins, Charles Dickens), die möglicherweise nur wenige Leser wirklich genießen können.
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„Du, Brenner, als Kriminalbeamter, wie viele Fälle hat ma‘ da so pro Jahr?“
„In an guten Jahr?“
„Ja.“
„In an guten Jahr hat man an andern Beruf.“

„Wie würdest Du vorgehen?“ fragt nach dem ersten Mordfall der kleine Berti, ein Rettungssanitäter, seinen Kollegen Brenner, der früher mal bei der Polizei war. „Vorgehen is scho falsch.“ Der Simon Brenner ist der vielleicht umständlichste Detektiv der Kriminalliteratur. Bisher war er das in den Romanen von Wolf Haas, denen ebenfalls ein grandioser Hang zur Umständlichkeit nicht abzusprechen ist. Nun ermittelt Brenner erstmals im Kino, und zwar in dem österreichischen Spielfilm KOMM, SÜSSER TOD. Und wieder erweisen sich unsere Nusser auf den Gebieten Humor, Krimi, und Gemütlichkeit als die Anmutigeren. War schon der Tatort vom ORF stets weniger krampfig als alle Schimanskis und Pal’s, war schon die Irrsinnsserie „Kottan ermittelt“ auf dem Sendeplatz von Derrick für die Deutschen viel zu avantgardistisch, so  überholt nun KOMM, SÜSSER TOD quasi im ersten Gang den neuen deutschen Film mit seinem Professionalitätsgehubere. Auch dort wird ja viel zu lange  über die Vorgehensweise getüftelt.

Und Österreich hat womöglich auch die sattelfesteren Stars, in diesem Fall den vieleicht letzten erträglichen Kabarettisten Joseph Hader, den Helden von INDIEN. Hader gibt einen fulminant grantigen Detektiv ab, dem das Nachdenken mehr Anstrengung abverlangt als das verprügelt werden oder die Konfrontation mit widerlichsten Sachverhalten. „Is des net fürchterlich?“ fragt die Sekretärin, „Jojo.“ sagt der Brenner und wechselt das Thema. Daneben blüht Nina Proll als larmoyante Firmenschnalle, und Simon Schwarz hampelt den tolpatschigen Zuarbeiter Berti, während die zwei deutschen Darsteller von Österreichs verkorkstem Verhältnis zum Touristenspenderland zeugen. Bernd-Michael Lade spielt den Schurken „Piefke“, angeberisch, schnöselig, arrogant, wie es eben der Piefke Art. Und Barbara Rudnik ist die Schöne, die der Brenner doch nicht kriegt, die man aber auch etwas weniger schillernd hätte besetzen können.
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Silentium

Salzburg hat touristisch ja soviel zu bieten. Also, nicht nur Nockerl, Mozarthaus und „Jedermann“. Auch der Mönchsberg ist immer eine Reise wert, wenn man sich bei schöner Aussicht in den Tod stürzen möchte. Allen „Sound of Music“-Touren, allem Trachtenjanker-Chic zum Trotz ist Salzburg eine beklemmende Stadt, in der nicht nur Georg Trakl depressiv wurde. SILENTIUM fängt perfekt ihre Düsternis und Enge ein, diesen leicht bräunlichen Sud aus Salzach-Dunst, Schnürlregen und Stiegl-Bier. Und das sind noch die angenehmeren Flüssigkeiten in diesem Film – wenn erst das Blut anfängt zu tropfen, fließen, und der Natursekt, na dann servus!

Wobei Golden Shower noch immer besser ist als eine Dusche als Todeskammer. Es ist nämlich so, dass der Brenner (Josef Hader) sich mal wieder Feinde macht und derart vom Nieselregen in die brüheiße Traufe gerät, dass KOMM, SÜSSER TOD wie ein Kuraufenthalt wirkt dagegen. Weil der Ex-Bulle einer schönen Witwe nicht widerstehen kann, die glaubt, dass ihr Mann nicht einfach von selbst vom Mönchsberg in die Altstadt geplatscht ist.
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Der Dunkle Turm – Drei

Erschöpft und Niedergeschlagen von den Ereignissen in den Höhlen aus dem ersten Teil, erwacht der Revolvermann, nahtlos an die Story von Schwarz anschließend, am Strand des Meeres wieder auf. Er weiß, der Mann in Schwarz, der nun Tot ist, hat ihm gesagt, er solle nach Westen ziehen und das würde er machen. So bündelt er seine Sachen und beginnt seine Reise nach Westen, immer am Strand entlang.
Doch schon bald entpuppt sich dieser Weg als mörderisch denn, als der Revolvermann, geschwächt durch den Wasserverlust und durch das wenige Essen das er noch besitzt, am Strand niederfällt und einschläft, erwacht er alsbald wieder durch die rasenden Schmerzen in seinem rechten Fuß.
Im Schlaf hatten sich monströse Krabben zu ihm geschleppt und angefallen. Schnell versucht der Revolvermann zu entkommen, jedoch geschwächt und verletzt, verliert er dabei Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand. Ein schwerer Verlust, auch wenn der Revolvermann mit beiden Händen gleich gut schoss, doch alle anderen Arbeiten verrichtete er mit rechts.

Schon bald merkt der Revolvermann, nun außer Reichweite der Krappenwesen, die, wie in einer magischen Andacht beim heranrollen der Wellen ihre gigantischen Scherenhände erhoben und die seltsam klagenden, fragenden, laute „Taktaktok“ ausstießen, das sich die Wunden wohl entzündet hatten. Je weiter er sich nun an dem Strand weiter schleppt, desto schlimmer setzt ihm das Fieber zu, das sich von seiner rechten Hand hoch über den Unterarm in Richtung seines Herzens auszubreiten beginnt.
So glaubt er auch, das er seinen Fieberträumen erlegen sei, als er mitten auf dem Strand eine Tür sieht. Frei in der Luft schwebend. Als er diese schließlich erreicht, erkennt er auf der Türe die Aufschrift „der Gefangene“.
Roland wirft einen Blick in die Türe und erkennt, dass es sich hier um ein Tor in das Gehirn, die Persönlichkeit eines anderen Menschen handelt. Eddie Dean, ein kleiner Junkie aus New York, der 2 kg Koks im Flugzeug zu schmuggeln versucht. Erst noch verwirrt von dem Erkenntnis dringt Roland in das Bewusstsein des Mannes ein und erkennt, dass er so „nach Vorne kommen“ kann und die Kontrolle über den Körper übernehmen kann.
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Stephen King, weltweit wohl bekannt als Meister des Horrors, dessen Bücher weltweit eine Auflage von  über 100 Millionen erreicht haben. Zahlreiche Bücher wurden bis heute schon verfilmt, darunter Meisterwerke wie „The Green Mile“ und „The Stand“.
Vor nahe 20 Jahren begann Stephen King mit der Arbeit an einem Werk welches ihn, laut seiner eigenen Aussagen, bis in seine Träume verfolgte. Sein privates Nemesis und zugleich seine Erlösung. Die Saga um den Dunklen Turm. In diesem Werk finden sich alle von Stephen Kings erschaffene Welten wieder, alle Teile fügen sich zu einem ganzen zusammen, bilden ein Zentrum rund um einen sagenhaften Mythos.

Bis heute (Nov. 2002) sind bereits 4 Romane erschienen, die sich mit der Suche des letzen Revolvermannes nach dem Dunklen Turm beschäftigen. Fantasy vermischt sich mit Horror in einer postapokalyptischen Welt, welche auch die unsere sein könnte!

In der Welt des dunklen Turmes, Mittwelt, zieht der letzte Revolvermann, Roland, eine Art Ritter für das Recht, auf der Suche nach dem Dunklen Turm, welcher den Mittelpunkt aller Universen bildet, durch die Land, immer weiter auf der Suche um seine sterbende Welt zu retten. In einem Land, welches auf beängstigende Weise der unseren ähnelt und auch wieder nicht, begegnet er Magier, Vampiren, Dämonen, erlebt das sterben seiner Welt, und findet Wege in unsere eigene Welt.

Eine monumentale Story voller Magie, Fantasy und Grauen. Ein Meisterwerk von einem Meister.
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