Tag Archive: Movies


Ich bin seit einigen Jahren ein Fan der Kurzgeschichten von H.P. Lovecraft († 15. März 1937).

Ich finde, seine Geschichten, die fast immer von etwas Bösen, ausserhalb des menschlichen Verständnisses, erzählen, auch heute noch, sehr spannend und gelungen, da es Lovecraft verstand, seinen Kreaturen keinen Körper zu geben, er machte nie den Fehler, das Grauen zu beschreiben, er überließ es seinen Lesern, sich ein eigenes Bild davon im Kopf zusammenzureimen. Auf diese Art und Weise wird der Leser selbst dazu animiert, sein eigenes Nemesis, sein eigenes Grauen heraufzubeschwören.

Für jene, die mehr über Lovecraft herausfinden wollen, sei dieser Wikipedia Artikel genannt: http://de.wikipedia.org/wiki/H._P._Lovecraft (sehr empfehlenswert, wie ich finde :)).

Ivan Zuccon (Armee der Finsternis, Bad Brain, …) hat sich nun an einer Verfilmung gewagt, die ich selbst als eines der besten Werke Lovecrafts bezeichnen würde. Die Farben aus dem All. Zwar muss man sagen, das Zuccon hier dem geneigten Zuschauer seine eigene Interpretation präsentiert, aber das Grundthema ist deutlich zu erkennen. „Die Saat des Bösen“

Ich möchte Inhaltlich eigentlich nichts über den Film verraten, einerseits mag ja der eine oder andere sich den Film selbst ansehen, andererseits hat ja einer die Muse auch die Geschichte selbst zu lesen.

Eines sei allerdings gesagt: Auch wenn der Film gegen Ende hin einige Splatter Elemente beinhaltet, handelt es sich doch um einen gekonnten, subtilen, fantastischen Horror Film, den ich jedem, der etwas für dieses Genre übrig hat, empfehlen möchte.

Mein Dæmon

Am 6.12.07 kommt der Film „Der Goldene Kompass„, nach dem Roman von Philip Pullmann, endlich ins Kino.

Die Website unter http://www.goldencompassmovie.com bietet dem Besucher nun die Möglichkeit, aufgrund 20 Fragen seinen persönlichen Dæmon zu generieren. In der Welt des Goldenen Kompasses wohnt die Seele des Menschen ausserhalb dessen Körpers, in jenem Dæmon, der, noch im Kindesalter, jede Gestalt annehmen kann.

Erst beim Übergang ins Erwachsenenleben festigt sich die Gestalt des Dæmons. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt und stelle hier mal meinen eigenen Dæmon vor:

Hypatia
Hypatia

Die Eigenschaften Hypatias: Sanft sprechend, flexibel, schüchtern, eigenbrötlerisch, maßvoll.

Regie: Edward Zwick
Darsteller: Tom Cruise (Nathan Algren), Timothy Spall (Simon Graham), Ken Watanabe (Katsumoto), Billy Connolly (Zebulon Gant), Tony Goldwyn (Col. Bagley), Hiroyuki Sanada (Ujio), Koyuki (Taka), Shichinosuke Nakamura (Kaiser)

Samurai Filme kennen wir alle zu Genüge, nehmen wir Akira Kurosawas „Die sieben Samurai“, oder „Sharaku“ und viele mehr, doch meistens wurden diese Filme im Land der aufgehenden Sonne verfilmt und noch nie von Hollywood. Edward Zwick der sich bereits mit Filmen wie „Shakespeare in Love“, „In einem fremden Land“ und „Glory“ einen Namen machte, schuf mit diesem Film eine beeindruckende Geschichte über das Land der Samurai, über den Weg des Kriegers und ein Volk das wohl mehr Geschichte und Tradition erlebte als jedes andere Volk auf dieser Erde.

Inhalt (Vorsicht Spoiler)
1776. Der ehemalige Soldat Nathan Algren ergibt sich nach zahlreichen Kämpfen und Gemetzeln an den Indianer dem Alkohol hin und verdient sein Geld als Schausteller für den Waffenhersteller Winchester.
Dort wird er von seinem ehemaligen Untergebenen, Zebulon Gant, zu einem Treffen mit einem japanischen Geschäftsmann (einer der Berater des Japanischen Kaisers) eingeladen, welcher ihm das Angebot macht in Japan Soldaten gegen abtrünnige Samurai auszubilden. Mit von der Partie ist auch der ehemalige Col. Bagley den Nathan in all seinen Schlachten begleitet hatte und welchen er zu hassen gelernt hatte. Als Gegenleistung soll er 500 $ im Monat bekommen, eine fürstliche Besoldung. Nathan willigt ein und reist mit seinen Gefährten nach Tokio wo sie mit der Ausbildung der Soldaten beginnen.
Nathan beginnt sich mit der Kampfweise der Samurai auseinander zu setzen, erkennt aber noch lange nicht deren wahre Stärke sondern verlässt sich auf die Überlegenheit der amerikanischen Schusswaffen. Als der Befehl kommt sich dem Abtrünnigen Katsumoto entgegen zu stellen ist die Einheit noch lange nicht gut genug ausgebildet und es kommt, wie es kommen muss.
Die Soldaten werden vernichtend geschlagen und Nathan, der sich den übermächtigen Samurai bis zum Letzen entgegensetzt wird von diesen gefangen genommen und in das Heimatdorf von Katsumoto’s Sohn gebracht, wo er von der Frau eines Samurais gepflegt wird, den er im Kampf besiegt hatte. Katsumoto hat vor , über Nathan Algren seinen Feind besser kennen zu lernen. Während Nathan noch unter den Wunden leidet entsagt er schließlich dem Alkohol, den er brauchte um seinen Albträumen zu entkommen.
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„Du, Brenner, als Kriminalbeamter, wie viele Fälle hat ma‘ da so pro Jahr?“
„In an guten Jahr?“
„Ja.“
„In an guten Jahr hat man an andern Beruf.“

„Wie würdest Du vorgehen?“ fragt nach dem ersten Mordfall der kleine Berti, ein Rettungssanitäter, seinen Kollegen Brenner, der früher mal bei der Polizei war. „Vorgehen is scho falsch.“ Der Simon Brenner ist der vielleicht umständlichste Detektiv der Kriminalliteratur. Bisher war er das in den Romanen von Wolf Haas, denen ebenfalls ein grandioser Hang zur Umständlichkeit nicht abzusprechen ist. Nun ermittelt Brenner erstmals im Kino, und zwar in dem österreichischen Spielfilm KOMM, SÜSSER TOD. Und wieder erweisen sich unsere Nusser auf den Gebieten Humor, Krimi, und Gemütlichkeit als die Anmutigeren. War schon der Tatort vom ORF stets weniger krampfig als alle Schimanskis und Pal’s, war schon die Irrsinnsserie „Kottan ermittelt“ auf dem Sendeplatz von Derrick für die Deutschen viel zu avantgardistisch, so  überholt nun KOMM, SÜSSER TOD quasi im ersten Gang den neuen deutschen Film mit seinem Professionalitätsgehubere. Auch dort wird ja viel zu lange  über die Vorgehensweise getüftelt.

Und Österreich hat womöglich auch die sattelfesteren Stars, in diesem Fall den vieleicht letzten erträglichen Kabarettisten Joseph Hader, den Helden von INDIEN. Hader gibt einen fulminant grantigen Detektiv ab, dem das Nachdenken mehr Anstrengung abverlangt als das verprügelt werden oder die Konfrontation mit widerlichsten Sachverhalten. „Is des net fürchterlich?“ fragt die Sekretärin, „Jojo.“ sagt der Brenner und wechselt das Thema. Daneben blüht Nina Proll als larmoyante Firmenschnalle, und Simon Schwarz hampelt den tolpatschigen Zuarbeiter Berti, während die zwei deutschen Darsteller von Österreichs verkorkstem Verhältnis zum Touristenspenderland zeugen. Bernd-Michael Lade spielt den Schurken „Piefke“, angeberisch, schnöselig, arrogant, wie es eben der Piefke Art. Und Barbara Rudnik ist die Schöne, die der Brenner doch nicht kriegt, die man aber auch etwas weniger schillernd hätte besetzen können.
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Der „Blaue Mond“, das sehr seltene Zusammentreffen von zwei Vollmondnächten in einem Monat, erzeugt eine ganz besondere, geheimnisvolle Stimmung. Das wussten bereits zahlreiche Musiker, die dieses Phänomen besangen, das wusste auch Jim Jarmusch, dessen MYSTERY TRAIN in einer ungewöhnlichen Nacht um die von Elvis gesungenen Version dieses Liedes kreiste, das weiß auch die Pichler-Oma, deren Lebensweisheiten Josef Hader alias Johnny Pichler in BLUE MOON regelmäßig zitiert und das weiß natürlich auch Andrea Maria Dusl, die Regisseurin dieses bemerkenswerten, kleinen Films.
Bezeichnenderweise ist eine leeres Autokino der Ausgangspunkt von BLUE MOON. Ein osteuropäischer Mafiosi wartet dort schlecht gelaunt, da sich zum einen der Geldboten verspätet und zum anderen das blonde Callgirl auf dem Beifahrersitz seines amerikanischen Nobelwagens nicht seinen Vorstellungen entspricht. Als der Bote (Josef Hader) endlich erscheint, jedoch „Verzugszinsen“ fehlen, wird die Situation kritisch, weshalb das Callgirl Shirley (Viktoria Malektorovych) den jähzornigen Gangster kurzerhand außer Gefecht setzt und mit dessen Wagen flüchtet. Eher unfreiwillig mit dabei ist auf dem Rücksitz der Bote Pichler, der sich  überraschend schnell in sein Schicksal fügt (was angesichts seiner attraktiven Begleitung so unverständlich nicht ist).
Gemeinsam fahren sie Richtung Osten, um dort das gestohlene Auto zu verkaufen und kommen sie sich dabei langsam näher. Doch die Beziehung ist vorbei, bevor sie richtig beginnt, als Shirley mit Pichlers Geld verschwindet und ihn mit dem Auto alleine zurückläßt. In dieser trostlosen Situation lernt Pichler den deutschen Schuhverkäufer Ignaz Springer (Detlev Buck) kennen, der ihm seine Freundschaft aufdrängt, um ihn gleichzeitig zu betrügen und auszunutzen, wo es nur geht.
Aber Pichler plagen andere Sorgen bzw. Sehnsüchte, weshalb er sich auf den Weg in die Ukraine macht, um Shirley ausfindig zu machen. Als er in der Stadt Lviv Shirleys Zwillingsschwester Jana findet und sich in sie verliebt, ist die Odyssee kurz unterbrochen, aber noch lange nicht vorbei. Zu viele Fragen sind noch offen, weshalb es weiter geht nach Kiew (wo sich ihm Springer wieder anschließt) und schließlich nach Odessa, zum großen Finale.
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„Once upon a time…“ Wie ein Märchen beginnt die Geschichte von der Begegnung unterschiedlicher Welten. Die lebensfrohe und vielgereiste Vianne Rocher (von Juliette Binoche sympathisch dargestellt) läßt sich mit ihrer Tochter Anouk in der französischen Kleinstadt Lansquenet-sous-Tannes nieder, wo das Leben in strengen geregelten Bahnen verläuft. Sie eröffnet eine Chocolaterie mit verlockenden Köstlichkeiten, was sofort das Mißfallen des Bürgermeisters Comte de Reynaud (Alfred Molina) erregt: Und das ausgerechnet in der Fastenzeit! Das setzt einen Konkurrenzkampf um die Gunst der Bürger in Gang – wessen Moralvorstellungen werden gewinnen und überzeugen?

Man ahnt es bereits, und die Handlung ist in der Tat voraussehbar, deswegen aber nicht weniger unterhaltsam und charmant erzählt.
Wie so oft in Filmen wird der Mief von verstaubten Ansichten und hinterwäldlerischen Moralzwängen aufgezeigt und verdammt. Klar: Wir sind dagegen. Leider fehlt ein Erklärungsansatz, wo dieses Denken herrührt. Weil es einfacher ist, sich an den strengen Regeln einer gegebenen Religion zu orientieren als sich eigene Maßstäbe zu setzen? Da die tieferen Beweggründe nicht herauskommen, steht der sittenstrenge, verbohrte Bürgermeister beim Zuschauer auf verlorenem Posten und der wird sich sofort mit der frischen Vianne und ihrer herzlichen Einstellung zum Leben und den Menschen identifizieren. Ein gleichwertiger Kampf kommt zwischen den beiden nicht zustande.
Die Figur der Vianne ist mitverantwortlich dafür, daß der Film etwas Unwiderstehliches hat. Schon bei ihrer Ankunft erzählt sie herrlich irrational von einem Känguruh – wie sich herausstellt eine Phantasiegestalt ihrer Tochter. Unter Geheimniskrämerei macht sie sich daran, den neuen Laden einzurichten und die kunstvollen Auslagen zu backen. Die Eröffnung ruft ebenso Faszination wie Irritation und Ablehnung hervor. Vianne schafft es allerdings mit Leichtigkeit auf Menschen zuzugehen und sie in ihren Laden zu locken. Ihre Spezialität ist es, die verborgenen Wünsche ihrer Kunden zu erraten und ihnen die jeweiligen Lieblingspralinen anzubieten. Die Sinnlichkeit, die von Schokolade ausgehen kann, ist in vielen Szenen nicht zu übersehen und entgeht auch denen nicht, die Viannes Delikatessen probieren. Schokolade macht hier müde Männer munter und dem Zuschauer Lust, sich gleich nach Verlassen des Kinos mit dieser „Speise der Götter“ einzudecken.
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Kriegsfilme, nun: wir hatten in der letzen Zeit verdammt viele und ich denke, einem jeden von uns ist Steven Spielbergs eindringlicher Film „Saving Private Rayn“ noch sehr gut in Erinnerung hatte er doch zahllose Oscar Nominierungen erhalten und auch die Oscars am Ende auch bekommen.
Wenn man mit der Meinung rein geht, das einen hier ein Anti-Kriegsfilm erwartet im Stil von „Platoon“ oder „Geboren am 4. Juli“ oder wie die anderen alle heißen wollen, dann wird man hier enttäuscht.

Black Hawk Down ist ein fulminantes Feuerwerk, das den Zuschauer bis zur letzen Sekunde im Bann hält. Er ist technisch beeindruckend, die Schauspieler  überzeugen, doch unterbewusst drängt sich mir doch in jeder der Szenen der Gedanke auf, dass, auch wenn die Amerikaner in diesem Film rennen wie die Hunde, doch die Amis die wirklichen Helden sind und die „Helden“ die am Ende aus der Schlacht kommen, sind bereit erneut in die Hölle zu gehen.
Nein, Sorry, das kann ich nicht glauben. Wenn man in einem fremden Land ist, wenn man die Kugeln um die Ohren gefeuert bekommt und das Blut seines Kameraden einem ins Gesicht spritzt, das Grauen eines Guerilla Krieges erlebt, für das junge, idealistische Amerikanische Ranger nich ausgebildet wurden “ Nein, Sorry, dann kann ich mir nicht vorstellen, das man da erneut raus geht“ Auch nicht um einem Kameraden das Leben zu retten.
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Silentium

Salzburg hat touristisch ja soviel zu bieten. Also, nicht nur Nockerl, Mozarthaus und „Jedermann“. Auch der Mönchsberg ist immer eine Reise wert, wenn man sich bei schöner Aussicht in den Tod stürzen möchte. Allen „Sound of Music“-Touren, allem Trachtenjanker-Chic zum Trotz ist Salzburg eine beklemmende Stadt, in der nicht nur Georg Trakl depressiv wurde. SILENTIUM fängt perfekt ihre Düsternis und Enge ein, diesen leicht bräunlichen Sud aus Salzach-Dunst, Schnürlregen und Stiegl-Bier. Und das sind noch die angenehmeren Flüssigkeiten in diesem Film – wenn erst das Blut anfängt zu tropfen, fließen, und der Natursekt, na dann servus!

Wobei Golden Shower noch immer besser ist als eine Dusche als Todeskammer. Es ist nämlich so, dass der Brenner (Josef Hader) sich mal wieder Feinde macht und derart vom Nieselregen in die brüheiße Traufe gerät, dass KOMM, SÜSSER TOD wie ein Kuraufenthalt wirkt dagegen. Weil der Ex-Bulle einer schönen Witwe nicht widerstehen kann, die glaubt, dass ihr Mann nicht einfach von selbst vom Mönchsberg in die Altstadt geplatscht ist.
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Memento

part I

Man kann lernen, in diesem Film, wie das Erinnern funktioniert. Wie es dich austrickst, dich anschmiert, dich an der Nase herum führt. Aber auch: wie man selbst die Hand im Spiel hat, die Dinge manipuliert in der Erinnerung, wie man alles sich so hindreht, wie man es – insgeheim – haben will. Der Zweck heiligt die Mittel. Man kann sich diesen Film, MEMENTO, ganz brav, als Puzzlespiel einrichten, ein bisschen Detektiv spielen und am Ende angeben, ob auch wirklich alles zusammenpasst. Oder.

Leonhard Shelby ist einem Mörder auf der Spur. Dem Typ, der seine Frau umgebracht hat. Im Handgemenge hat auch Shelby selbst was abgekriegt, jetzt hat er kein Kurzzeitgedächtnis mehr. Medizinisch gesehen. Man könnte sagen, und das wäre dann fast romantisch, dass sein Leben endet mit dem Tod seiner Frau, alles subsumiert sich in diesem Moment und nichts, was danach geschieht, ist von Bedeutung. Leonhard jagt den Killer, den die Cops nie zu fassen kriegten. Sein Handicap: dass er sich nicht erinnern kann an die Fortschritte, die er dabei macht. Aber Leonhard weiß sich zu behelfen, mit Polaroidfotos, Notizen, Tätowierungen. Eine Rächergeschichte also, inklusive femme fatale und undurchsichtigem Freundfeind. Alles ziemlich straight. Soweit.

Fragmente, Bruchstücke, Impressionen. Rückblenden? MEMENTO bricht die Chronologie der Handlung auf. Das allein kein Verdienst. Die Ordnung der Dinge auf den Kopf stellen heißt letztlich nur die Ordnung der Dinge bestätigen. Der Reiz des Detektivspiels: Rekonstruktion (der Ordnung). Ordnung ist Kontrolle. Ist Sicherheit. Versichert uns unseres Platzes in der Welt. Leonhard Shelby, in seinem früheren Leben, war Versicherungsagent.

Man kann sich selbst beim Arbeiten, beim Ordnen beobachten während man MEMENTO sieht. Merkt, wie man die Puzzleteile zusammen zu fügen versucht, wie man dieses ordnende Instrument der Erinnerung anstrengt, um zwischen Gegenwart und Vergangenheit das Gesehene auf die Reihe zu kriegen. Wie man seinen eigenen Standpunkt zu bestimmen sucht im Verhältnis zur Geschichte. Man hat uns nun beigebracht, dass man zur Orientierung das gesamte Areal im Auge haben muss, am besten aus der Vogelperspektive. Roter Punkt in der Landschaft: Sie befinden sich hier.
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