Tag Archive: Musik


Gestern startete Radiohead im Zuge ihres neuen Albums „In Rainbows“ eine neue Möglichkeit des Downloads von MP3’s im Internet, welche die Konsumgewohnheiten rasch sehr stark verändern könnte.
Normalerweiße beginnt, nach der Fertigstellung eines Albums, für den Künstler meist eine lange Wartezeit, bis das Album von der Plattenfirma in den Handel gebracht wird. Anders nun hier.

10 Tage, nachdem bekannt geworden ist, das es dieses neue Album fertig gestellt wurde, findet sich nun auf der Seite http://www.inrainbows.com/ die Möglichkeit das Album zum frei gestaltbaren Preis downzuloaden.

Für mich eine sehr bemerkenswerte Entwicklung in der Musikindustrie, die ja schon seit langem illegalen Musikhandel vorzugehen versucht. Welche Auswirkung diese Option, die Radiohead geschaffen hat, auf die zukünftige Entwicklung in der Musikbranche haben wird, werden wir wohl erst in näherer Zeit erfahren.

Aber von mir an dieser Stelle mal: „Thumbs Up“

Chinesisches Soldatenlied

Soldat, du bist mein Kamerad,
maschierest mir zur Seite.
Der Kaiser, der befehligt uns.
Kein Mädchen mehr beseligt uns.
Soldat du bist Kein kamerad,
maschierest mir zur Seite.

Soldat, du bist mein Kamerad,
wenn du das Schwert verloren,
so deck ich dich mit meinem Schild
und bin als Bruder dir gewillt.
Soldat, du bist mein Kamerad,
wenn du das Schwert verloren.

Soldat, du bist mein Kamerad,
wenn unsere Knochen bleichen.
Mond fällt auf uns wie gelber Rauch,
der Affe schreit im Bambusstrauch.
Soldat, du bist mein Kamerad,
wenn unsere Knochen bleichen.

-Schi-king

Joe Zawinul – 1932 – 2007

Heute in der Früh verstarb Joe Zawinul, seines Zeichens internationale Jazzlegende, im Alter von 75 Jahren.

Jow Zawinul wurde am 7. Juli 1932 in Erdberg (3. Wiener Gemeindebezirk) geboren und widtmete sein Leben der Jazz Musik. Welthits wie „Mercy, Mercy, Mercy“ oder „Birdland“ machten Zawinul zu einer internationalen Größe. 1970 gründete er eine der bedeutendsten Jazz-Rock Formationen, „Weather Report“ mit Saxophonist Wayne Shorter, Schlagzeuger Peter Erskine und Bassist Jaco Pastorius an seiner Seite. Später sollten noch „Zanwinul Syndicat“, eine Kombination mit wechselnden Welt-Jazz Größen gegründet werden, welches ihm unzählige Auszeichnungen als Keyboarder einbrachte. Im Jahr 2004 gründete er im Wiener Hilton das „Joe Zawinul’s Birdland“, ein hoch angesehenes Jazz Lokal.

Der Wiener, der fast 5 Jahrzehnte in den USA lebte, hielt sein Leben lang seine Beziehung zu Österreich hoch in Ehren und wollte bis zu letzt seine Konzerte geben.

Joe Zawinul ist tot. Mit ihm stirbt eine Legende.

Konstantin Wecker, für mich bis jetzt nur ein Name. Ein Name der sich aktiv mit seinen Liedern und Aktivitäten für den Weltfrieden einsetzt, aktuelle politische Themen offen anspricht und auch vor lauter Kritik am politischen Weltreigen nicht geizt. Bis jetzt immer nur ein Name für mich.
Die Musik von Konstantin Wecker hat mich seit nunmehr fast 5 Jahren begleitet, und auch in bestimmten Bereichen geprägt. Am Samstag, dem 17. Dezember 2005 hatte ich nun die Möglichkeit das aktuelles Konzert seiner CD „Am Flussufer“ zu besuchen. Ein unbeschreibliches Erlebnis, welches ich hier versuche wieder zu geben.

Eine gewisse Nervosität war dabei, als ich neben meiner Freundin, ca. 10 Meter entfernt von der Bühne saß, gespannt darauf wartend, das Wecker sich an den Bösendorfer setzen würde. Gespannt deswegen, weil ich hier auf 3 Jahrzehnte geballten Einsatzes für den Frieden, politisches und soziales Geschehen treffen würde, Lebenserfahrung und eine gewisse, bestimmende Weisheit in Person. Ich wusste nicht, ob ich mich dem ganzen gewachsen sah. Bis jetzt war Wecker für mich ein Mensch, der es mit seinen Worten verstand, eine Saite in mir zum klingen zu bringen, ein soziales und politisches Engagement zu wecken. Zweifel ob der Wecker der heute vor mir stehen würde noch der gleiche sein würde, der er vor 30 Jahren gewesen ist schossen mir durch den Kopf. Nicht Ungerechtfertigt will mir scheinen, sieht man es doch oft, das Menschen, die ihr Leben der Gerechtigkeit, dem Frieden und dem schönen Leben verschrieben hatten, im Laufe der Zeit ihre Kraft verloren und nur noch dem Erfolg wegen Neues produzierten.
Ich habe mich ziemlich getäuscht.
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